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18. Werkstattgespräch am 20. Oktober 2015 in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie

    Am 20.10.2015 fand das 18. Werkstattgespräch des Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie statt.

    Projektpräsentationen


18. Werkstattgespräch 18. Werkstattgespräch Bildergalerie zum 18. Werkstattgespräch
ORF III im Oktober mit Programmschwerpunkt "Flucht und Exil in der NS-Zeit"

Der Oktober 2015 steht bei ORF III im Zeichen des Programmschwerpunktes „Flucht und Exil in der NS-Zeit“. Es werden auch eine Reihe von Filmen gezeigt, die vom Zukunftsfonds gefördert wurden:


Zum Auftakt begibt sich Filmemacherin Helene Maimann, die auch Mitglied im Projektförderbeirat des Zukunftsfonds ist, mit „Der Riss der Zeit – Die Vertreibung von Intelligenz und Kultur“ am Samstag, dem 10. Oktober, um 20.15 Uhr auf dokumentarische Spurensuche in der österreichischen Exilgeschichte. Im Mittelpunkt steht dabei jene wissenschaftliche und kulturelle Elite des Landes, die emigrieren musste, um zu überleben.
„Der ungehorsame Konsul – Exil in Portugal“ befasst sich am Samstag, 17. Oktober, um 21.10 Uhr mit dem portugiesischen Konsul Aristides de Sousa Mendes und seinem Einsatz für Tausende Menschen auf der Flucht im Jahr 1940. Außerdem zeigt ORF III an diesem Abend um 22.00 Uhr mit „Lisl Steiner–Coming Home?“ das Porträt der international renommierten Fotografin mit österreichischen Wurzeln.

Weitere vom Zukunftsfonds geförderte Filme, die gezeigt werden sind u.a.

- Und in der Mitte der Erde war Feuer
- Landschaften der Erinnerung – Das Weiterleben der Ruth Klüger
- Wiens verlorene Töchter
- Flucht ins Ungewisse
- Almas kleiner Fotograf
- Vertriebene Intelligenz: Martin Karplus

Dieser Programmschwerpunkt von ORF-III wurde am Montag, dem 5. Oktober vom ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. ORF-III-Chef Peter Schöber, dem Generalsekretär des Zukunftsfonds, Herwig Hösele, und der Generalsekretärin des Nationalfonds, Hannah Lessing, vorgestellt.

Details zu den Sendungen sind unter presse.orf.at abrufbar.


Trauer um Botschafter Dr. Ludwig Steiner

Bot. Dr. Ludwig Steiner

Botschafter i.R. Ludwig Steiner ist im 94. Lebensjahr verstorben.

Ludwig Steiner war eine der prägenden Persönlichkeiten des „neuen Österreich“ nach 1945. Als mutiger Widerstandskämpfer wirkte er der Befreiung seiner Heimatstadt Innsbruck vom Nazi-Regime im Mai 1945 entscheidend mit und stellte sich von Anfang an in den Dienst Österreichs – zunächst als Mitarbeiter des 1. Tiroler Landeshauptmannes und Außenministers Karl Gruber und dann als Sekretär von Bundeskanzler Julius Raab, den er zu den entscheidenden Staatsvertragsverhandlungen im April 1955 nach Moskau begleitete.

Als Spitzendiplomat in vielen wichtigen Positionen und als Politiker – u.a. als Staatssekretär und Nationalratsabgeordneter – stellte er immer die internationale Versöhnung, die Position Österreichs in der Welt und den österreichischen Patriotismus in den Mittelpunkt.

2001 übernahm Ludwig Steiner über Ersuchen von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel den Komiteevorsitz des Österreichischen Versöhnungsfonds, der auf Basis der von Nationalbankpräsidentin i.R. Maria Schaumayer verhandelten Vereinbarung die später international vorbildliche Entschädigung für über 130.000 NS-Zwangsarbeiter aus rund 60 Ländern auf dem Boden des heutigen Österreich durchführte.

Der Zukunftsfonds der Republik Österreich verdankt mittelbar Ludwig Steiners Wirken seine Existenz, wurde er doch auf Kuratoriumsbeschluss mit den Restmitteln der Zwangsarbeiterentschädigung dotiert.

Der Zukunftsfonds wird dem großen, weitblickenden und mutigen österreichischen Patrioten stets ein ehrendes Gedenken bewahren.


17. Werkstattgespräch am 19.05.2015 in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie
Am 19.05.2015 fand das 17. Werkstattgespräch in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie Wien statt.
„SCHEINEHEN IN DER NS-ZEIT“ UND „DAS EUROPÄISCHE FORUM ALPBACH“

Durch Eheschließungen mit Ausländern konnten sich verfolgte Frauen während der Zeit des Nationalsozialismus in Exilländer retten oder waren durch die fremde Staatsangehörigkeit geschützt. Manche Ehen wurden nur pro-forma und aus Solidarität und/oder gegen Bezahlung geschlossen. Das Projekt „Scheinehen in der NS-Zeit“ will diese Frauen als aktive Akteurinnen mit ihren Netzwerken sichtbar machen, aber auch jenen gedenken, bei denen das Vorhaben scheiterte und die dennoch Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden.

Der zweite Vortrag beschäftigte sich mit dem Beitrag des Europäischen Forums Alpbach und dessen Beitrag zur Erneuerung des geistigen und wissenschaftlichen Lebens nach 1945. Er beleuchtete seine Gründung durch den Widerstandskämpfer Otto Molden und den Philosophiedozenten Simon Moser und den damit verbundenen Anspruch auf einen „geistigen Wiederaufbau“ im Spannungsfeld von institutionellem Neubeginn, dem Umgang mit dem geistigen Erbe, einem internationalen Austausch und der Frage der Rückkehr vertriebener Intelligenz.

Projektpräsentationen

  • Dr. Irene Messinger, Politikwissenschaftlerin: Scheinehen in der NS-Zeit ->Abstract P13-1614
  • Dr. Maria Wirth, Historikerin, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien: Das Europäische Forum Alpbach ->Abstract P12-1266

17. Werkstattgespräch 17. Werkstattgespräch

Bildergalerie zum 17. Werkstattgespräch


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