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5.4.2016: Der Zukunftsfonds als Werkzeugkasten der Demokratie

Der Zukunftsfonds trägt wesentlich dazu bei, dass eine ständige qualitätsvolle Erinnerungs-und Aufklärungsarbeit stattfindet

Er garantiert damit sozusagen eine nicht allzu laute und spektakuläre, aber enorm wichtige, weil beharrliche Grundstimmung der liberalen Aufklärung. Das ist besonders wichtig in Zeiten, wo Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit und Stimmungsmache blühen.

Im Unterschied zum Nationalfonds, der sich speziell um NS-Opfer kümmert, hat der Zukunftsfonds auch die allgemeine Förderung von Demokratie und Toleranz auf der Agenda.

Der Zukunftsfonds wurde seinerzeit aus Geldern errichtet, die von der Entschädigung für Zwangsarbeiter übriggeblieben sind, die aus verschiedenen Gründen nicht in Anspruch genommen worden sind. Diese Mittel gehen nun zu Ende, allerdings nicht die Aufgaben des Fonds. Derzeit wird auf zweiter politischer Ebene über eine Fortsetzung der Finanzierung verhandelt.

Demokratie, Toleranz, Menschenrechte brauchen kompetente Untermauerung in der öffentlichen Debatte. Der Zukunftsfonds erfüllt diese Funktion.

Auszug aus "derStandard.at" vom 5.4.2016: www.derstandard.at


Zehn Jahre Zukunftsfonds
Zehn Jahre Zukunftsfonds (2005-2015)

In der neuen Ausgabe von Austrian Information, der Informationszeitschrift der Österreichischen Botschaft in Washington, ist unter folgendem Link ein Artikel über die 10-jährige Tätigkeit des Zukunftsfonds abrufbar:

www.austrianinformation.org/winter-2015-16/never-again

10 Jahre Zukunftsfonds



Jahresbericht 2014 des Zukunftsfonds im Parlament einstimmig angenommen.
In der Sitzung des Hauptausschusses des Nationalrates am Mittwoch, 17. Dezember 2015, wurde der Jahresbericht 2014 des Zukunftsfonds einstimmig angenommen (siehe auch Parlament)

Wenn der Zukunftsfonds kein frisches Geld bekommt, wird er voraussichtlich in rund drei Jahren seine Tätigkeit einstellen müssen. Das geht aus dem Jahresbericht 2014 des Fonds hervor, der heute imHauptausschuss des Nationalrats zur Diskussion stand. Demnach belief sich der Vermögensstand des Zukunftsfonds Ende 2014 auf 8,2 Mio. €, pro Jahr können Förderungen von bis zu 2 Mio. € gewährt werden. 2012 hatte das Vermögen noch 12,21 Mio. € betragen, 2013 waren es 10,11 Mio. € gewesen. Wie der Vorsitzende des Fonds Kurt Scholz Grün-Abgeordnetem Wolfgang Zinggl mitteilte, kommt es nur selten vor, dass gewährte Förderungen zurückgezahlt werden müssen, meist dann wenn Projekte zurückgezogen wurden. In Einzelfällen sei auch die Verlängerung eines Projekts bewilligt worden.

Konkret genehmigte der Zukunftsfonds im Jahr 2014 für 192 neue Projekte insgesamt einen Betrag von 1.686.332 €. Tatsächlich ausbezahlt wurden 1.825.937 €. Die Ursache für den Unterschied liegt in der Unterstützung mehrjähriger Projekte, deren Teilzahlungen zum Teil 2014 fällig wurden.

Von den seit 2006 eingereichten 1.938 Projekten wurden bislang 1.207 genehmigt, das sind ca. 62%. Davon konnten 897 Projekte bereits abgeschlossen werden, sie wurden mit rund 13,6 Mio. € gefördert. 310 laufende Projekte werden mit einer Fördersumme von rund 4,46 Mio. € vom Fonds betreut, womit sich die gesamte Summe an zugesagten Geldern auf rund 18 Mio. € beläuft. Ausbezahlt wurden bislang rund 17,15 Mio. €. Die Gesamtantragssumme der genehmigten Projekte belief sich allerdings auf 34,18 Mio. €, damit konnte im Durchschnitt jedes Projekt mit rund 53% der beantragten Summe gefördert werden, heißt es im Bericht. Alle genehmigten Projekte sind in einer Kurzzusammenfassung auf der Homepage des Zukunftsfonds verfügbar (www.zukunftsfonds-austria.at). Dotiert ist der Zukunftsfonds mit den verbliebenen Mitteln aus dem Versöhnungsfonds zur Zwangsarbeiter-Entschädigung. Er unterstützt in erster Linie Projekte, "die den Interessen und dem Gedenken der Opfer des nationalsozialistischen Regimes, der Erinnerung an die Bedrohung durch totalitäre Systeme und Gewaltherrschaft sowie der internationalen Zusammenarbeit dienen". Darüber hinaus werden Projekte gefördert, "die zu einer Förderung der Achtung der Menschenrechte und der gegenseitigen Toleranz auf diesen Gebieten beitragen". Auch wissenschaftliche Arbeiten zu diesen Themen können mit Mitteln des Zukunftsfonds finanziert werden.

Der Fonds ist mit einer jährlich steigenden Anzahl von Anträgen konfrontiert. So hat sich laut Bericht die Antragszahl gegenüber 2006 um 150% gesteigert und gegenüber 2008 fast verdoppelt.

Der Jahresbericht wurde von den Mitgliedern des Hauptausschusses einstimmig zur Kenntnis genommen.

Download Jahresbericht 2014 
Dokumentation zehn Jahre Zukunftsfonds

Die Dokumentation „Zukunftsfonds der Republik Österreich. Entstehung, Entwicklung und Bedeutung“ wurde Dienstag, 24. November im Rahmen des 19. Werkstattgesprächs in der Diplomatischen Akademie präsentiert.

Diese im Beisein zahlreicher prominenter Gäste aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Diplomatie und Verwaltung präsentierte Studie zieht eine Zwischenbilanz über die bisher rund zehnjährige Fördertätigkeit des im Dezember 2005 eingerichteten Fonds und zeigt auch mögliche Zukunftsperspektiven auf.


10 Jahre Zukunftsfonds

Unser Foto zeigt (von li. nach re.) den Direktor der Diplomatischen Akademie, Hans Winkler, den stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums des Zukunftsfonds (ZF), Christoph Kainz, Studienautor Günter Bischof von der Universität New Orleans, ZF Generalsekretär Herwig Hösele, Staatssekretärin Sonja Steßl, ZF-Kuratoriumsvorsitzenden Kurt Scholz, Studienautorin Barbara Stelzl-Marx, Nationalratspräsident a.D. Andreas Khol, Studienautorin Alexandra Kofler und Bundesminister Josef Ostermayer.

Link zum Presseartikel

Download Presseaussendung 

Bildergalerie zum 19. Werkstattgespräch


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