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Prof. Moshe Jahoda - 90. Geburtstag
Prof. Moshe Jahoda

Das in Israel lebende Kuratoriumsmitglied des Zukunftsfonds, Prof. Moshe Jahoda, feierte dieser Tage seinen 90. Geburtstag. Generalsekretär Prof. Herwig Hösele überbrachte die Glückwünsche des Zukunftsfonds und auch ein Gratulationsschreiben von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer. Namens des Zukunftsfonds gratulierte auch die Gründungsvorsitzende des Kuratoriums Waltraud Klasnic. Der österreichische Botschafter in Israel, Dr. Martin Weiß, stellte sich ebenfalls mit Glückwünschen ein.

Moshe Jahoda wurde 1926 in Wien geboren und konnte 1939 mit einem Jugendtransport nach Palästina der NS-Vernichtungsmaschinerie entfliehen, der seine gesamte Familie zum Opfer fiel.

Jahoda wirkte in vielerlei wichtigen Funktionen sowohl in der Armee als auch in der Zivilverwaltung am Aufbau des Staates Israel mit. Ein besonderes Anliegen war ihm die „Wiedergutmachung“ von Naziverbrechen an Juden in Europa und der Brückenbau zwischen Israel und seinem Geburtsland Österreich. So war er in verschiedenen Staaten Europas unter anderem für die Claims Conference tätig und engagierte sich für das Washingtoner Abkommen, in dem sich Österreich 2001 zu weiteren Aktivitäten und Zahlungen im Interesse der Opfer des NS-Regimes verpflichtete.

Seit Gründung des Zukunftsfonds 2006 ist Moshe Jahoda Kuratoriumsmitglied, er ist auch Ehrenkurator des Nationalfonds. Die Republik Österreich dankte ihm für seine Verdienste mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen und der Verleihung des Professorentitels. Seine Autobiographie „Hier, dort und andere Welten“ erschien 2013 im Verlag Steinbauer auch auf Deutsch.


„Gedenkkonzert an die Opfer des KZ Mauthausen-Gusen am 13. Mai 2016
„Gedenkkonzert an die Opfer des KZ Mauthausen-Gusen am 13. Mai 2016 im Wiener Stephansdom“

Anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des KZ Mauthausen-Gusen findet am Freitag, 13. Mai 2016 um 20.30 ein Festkonzert der polnischen Botschaft in der Domkirche St. Stephan statt. Jeder vierte Gefangene im KZ Mauthausen-Gusen war Pole. Vor allem in den drei Lagern in Gusen kamen viele polnische Intellektuelle ums Leben, weshalb das Lager auch „das Vernichtungslager für die polnische Intelligenz“ genannt wurde. Unter ihnen befand sich unter anderen der Komponist, Chordirigent, Organist und Pädagoge Jan Sztwiertnia (geb. 1911), der am Schlesischen Musikkonservatorium in Kattowitz studierte. Obwohl er in keiner Weise politisch aktiv war, wurde er im April 1940 von der Gestapo verhaftet und ins KZ Gusen gebracht, wo er im August 1940 ermordet wurde.

Bei dem Konzert, das vom Zukunftsfonds der Republik Österreich gefördert wird, werden Werke von Sztwiertnia präsentiert, um ihn und seine sowie die Generation der polnischen Intelligenz vor dem Vergessen zu bewahren. Es handelt sich um eine Benefizveranstaltung zugunsten des Gedenkdienstkomitees Gusen (www.gusen.org), das Forschungsarbeiten und Archivrecherchen durchführt sowie Publikationen zur Geschichte der ehemaligen Konzentrationslager herausgibt.

Tickets können via Buchungshotline 0043-(0)1-581 86 40 oder per E-Mail: tickets@kunstkultur.com bestellt werden.

Nähere Informationen unter der Projektnummer P16-2422 und http://bit.ly/Sztwiertnia


20. Werkstattgespräch am 26. April 2016 in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie

    Am 26.04.2016 fand das 20. Werkstattgespräch des Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie statt.

    Präsentation

  • Julius Tandler (1869-1936) und sein Verhältnis zu Eugenik, Rassenhygiene und „Euthanasie“ ->Abstract P12-1229



20. Werkstattgespräch 20. Werkstattgespräch

Bildergalerie zum 20. Werkstattgespräch
5.4.2016: Der Zukunftsfonds als Werkzeugkasten der Demokratie

Der Zukunftsfonds trägt wesentlich dazu bei, dass eine ständige qualitätsvolle Erinnerungs-und Aufklärungsarbeit stattfindet

Er garantiert damit sozusagen eine nicht allzu laute und spektakuläre, aber enorm wichtige, weil beharrliche Grundstimmung der liberalen Aufklärung. Das ist besonders wichtig in Zeiten, wo Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit und Stimmungsmache blühen.

Im Unterschied zum Nationalfonds, der sich speziell um NS-Opfer kümmert, hat der Zukunftsfonds auch die allgemeine Förderung von Demokratie und Toleranz auf der Agenda.

Der Zukunftsfonds wurde seinerzeit aus Geldern errichtet, die von der Entschädigung für Zwangsarbeiter übriggeblieben sind, die aus verschiedenen Gründen nicht in Anspruch genommen worden sind. Diese Mittel gehen nun zu Ende, allerdings nicht die Aufgaben des Fonds. Derzeit wird auf zweiter politischer Ebene über eine Fortsetzung der Finanzierung verhandelt.

Demokratie, Toleranz, Menschenrechte brauchen kompetente Untermauerung in der öffentlichen Debatte. Der Zukunftsfonds erfüllt diese Funktion.

Auszug aus "derStandard.at" vom 5.4.2016: www.derstandard.at


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