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10 Jahre Versöhnungsfonds (2001-2005): Tagung in Graz

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Errichtung des Österreichischen Versöhnungsfonds wurde am 20. Oktober 2011 an der Universität Graz die Tagung „Zwangsarbeiter in Österreich 1939-1945 und ihr Nachkriegsschicksal“ eröffnet.

Dr. Wolfgang Schüssel, damals Bundeskanzler und maßgeblicher Initiator bei der Umsetzung der Zahlungen an die Opfer der NS-Zwangsarbeit, berichtete über die nicht immer einfache Entstehung des Versöhnungsfonds, welche aber im Geiste gegenseitigen Vertrauens gelang und zu einer Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik wurde, die weltweit Anerkennung fand.

Der ehemalige Staatssekretär Botschafter Dr. Hans Winkler, der ehemalige Generalsekretär Botschafter Dr. Richard Wotava sowie der ehemalige Direktor des niederösterreichischen Landesarchivs, HR Dr. Anton Eggendorfer gaben neben anderen Beteiligten Einblick in die praktische Arbeit des Versöhnungsfonds. An der Eröffnung der Tagung nahmen auch Generalsekretär Prof. Herwig Hösele und die frühere Kuratoriumsvorsitzende Waltraud Klasnic teil.

Am folgenden Tag referierten Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland, Russland und Ungarn über den aktuellen Stand der Forschungsarbeiten über den Versöhnungsfonds und gaben eine überblickmäßige Strukturanalyse des mittlerweile im Österreichischen Staatsarchiv aufbewahrten Bestandes jener Akten, die direkt im Wiener Büro des Versöhnungsfonds bearbeitet wurden. Dieser Aktenbestand wird seit 2 Jahren unter Leitung des Historikers Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner wissenschaftlich bearbeitet. Für Frühjahr 2012 ist eine Publikation geplant, welche die Ergebnisse der bisher geleisteten Arbeiten vorstellen wird.

Der Österreichische Versöhnungsfonds bestand von 2001 bis 2005 und hat Zahlungen an rund 132.000 ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter geleistet. Mit 31. Dezember 2005 hat er seine Arbeit beendet und wurde geschlossen.

Weiterführende Links zur Konferenz finden Sie hier.

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Erstes Werkstattgespräch
Am Dienstag, 11. Oktober 2011 abends starteten die Werkstattgespräche, die der Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie durchführt. Bei diesem ersten Abend in der Diplomatischen Akademie wurden unter dem Titel „VERFEMT. VERTRIEBEN. VERNICHTET: JÜDISCHE VERFOLGUNGSSCHICKSALE“ drei Forschungsprojekte vorgestellt:
  • “Jüdische Journalistinnen und Journalisten in Österreich 1848-1938“ durch Dr. Theodor VENUS ->Abstract
  • „Die Akten der Klienten/Klientinnen der Kanzlei Dr. Michael Stern 1938-1945“ durch Dr. Peter MALINA ->Abstract und
  • „Österreichs Rolle bei der jüdischen Zuwanderung aus der Sowjetunion“ durch Dr. Hannes LEIDINGER. ->Abstract
Zur Begrüßung und Einleitung sprachen der Direktor der Diplomatischen Akademie, Botschafter Dr. Hans WINKLER und der Kuratoriumsvorsitzende des Zukunftsfonds, Dr. Kurt SCHOLZ. Das nächste Werkstattgespräch findet am 22. November um 18.30 in den Räumlichkeiten der Diplomatischen Akademie, Favoritenstrasse 15a, 1040 Wien statt.

Dir. Bot. Dr. Hans Winkler, Dipl.Ak Dr. Kurt Scholz, ZF

Bildergalerie zum 1. Werkstattgespräch
Jahresbericht 2010

Der Hauptausschuss des Nationalrates hat in seiner Sitzung am 7. September 2011 den Jahresbericht des Zukunftsfonds der Republik Österreich über das Jahr 2010 einstimmig zur Kenntnis genommen.

Weitere Informationen dazu:

www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2011/PK0798/index.shtml
www.ns-quellen.at online

Am 31. Mai 2011 wurde die seit Februar 2011 online verfügbare Webseite www.ns-quellen.at – „Materialien zum Nationalsozialismus Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich“ präsentiert.

Die Plattform wurde vom forschungsbüro (Verein für wissenschaftliche und kulturelle Dienstleistungen) in Kooperation mit dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust Studien (VWI), dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) und der Österreichische Gesellschaft für Zeitgeschichte (ÖGZ) erstellt und bietet für Laien und Fachleute erstmals einen strukturierten und umfassenden Überblick über Quellen zum NS-Vermögensentzug in Österreich.

Der Zukunftsfonds hat dieses in mehrjähriger Vorbereitungszeit erstellte Projekt gefördert. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Projektdatenbank unter Projektnummer P06-0062 oder www.ns-quellen.at bzw. www.forschungsbuero.at
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