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Freunde des Zukunftsfonds der Republik Österreich

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07.09.2012 Buchpräsentation „Das rote Fahrrad“

Berührend und erschütternd sind die Tagebuchaufzeichnungen des 13jährigen ungarischen Mädchens Eva Zsolt aus dem Jahr 1944, die nun unter dem Titel „Das Rote Fahrrad“ erschienen sind. Eva wurde im April 1944 nach Auschwitz deportiert und dort, nachdem sie von Josef Mengele für seine Menschenversuche missbraucht worden war, im Oktober 1944 ermordet. Kurz vor ihrer Deportation hatte Eva ihr Tagebuch ihrem Kindermädchen übergeben, im Jahr 1947 veröffentlichte Evas Mutter Ágnes die Notizen dieser ungarischen „Anne Frank“. Ágnes Zsolt beging 1951, von Schuldgefühlen und Gewissensbissen geplagt, Selbstmord. Was bleibt, ist ein eindringliches und authentisches Zeitdokument wider den Faschismus und wider das Vergessen.

Die nun erste deutsche Fassung der ungarischen Originalausgabe wurde am Freitag, 07.09.2012, vorgestellt. Erschienen ist das Buch im neugegründeten Nischen-Verlag. Verlagsleiterin Zsóka Lendvai und ihr Mann, der angesehene Publizist Paul Lendvai, betonten, man wolle mit dem Verlagsprogramm die „Nische im deutschen Sprachraum, für noch unbekannte oder bereits vergessene Bücher aus Ungarn“ besetzen.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Projektdatenbank unter der Projektnummer P12-1183 bzw. auf der Website www.nischenverlag.at/Index2.htm
Vorankündigung: Konferenz „Besatzungskinder in Österreich und Deutschland“ am 27. September 2012

Am 27. September 2012 findet in der Diplomatischen Akademie Wien eine ganztägige Konferenz zum Thema "Besatzungskinder in Österreich und Deutschland" statt. Der Zukunftsfonds fördert das der Tagung zugrundeliegende Forschungsprojekt (P11-0995), in dessen Rahmen erstmals ein Überblick über die Situation der Besatzungskinder in den unterschiedlichen Besatzungszonen Österreichs, ihre Sozialisations- und Lebensbedingungen sowie ihre weiteren Biografien gegeben werden soll.

Nähere Informationen zur Konferenz finden Sie im Tagungsprogramm

Download Tagungsprogramm  
Nisko – die ersten Judendeportationen

Posthum ist das von Jonny Moser verfasste Buch „Nisko. Die ersten Judendeportationen“ in der Edition Steinbauer erschienen und wurde am 22. Juni 2012 in der Wiener Urania präsentiert. Der 1925 in Parndorf geborene und 2011 in Wien verstorbene Jonny Moser war 1944/45 in Budapest Mitarbeiter des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der tausenden ungarischen Juden das Leben rettete und engagierte sich tatkräftig für die Etablierung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW). 1966 erschien seine pionierhafte Publikation „Die Judenverfolgung in Österreich 1938-1945“, der zahlreiche weitere Veröffentlichungen folgten.

Das nunmehr in der Edition Steinbauer erschienene Buch „Nisko“ bringt eine umfassende und beklemmende Darstellung zu den bislang kaum bekannten ersten Judendeportationen im Oktober 1939 im knapp davor von den Nazis besetzten Polen nahe der Grenze zur Sowjetunion.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Projektdatenbank Projektnummer P11-0924 bzw. der Website www.edition-steinbauer.com

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