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31. Werkstattgespräch am 15.11.2018

    Am 15.11.2018 fand das 31. Werkstattgespräch des Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie statt.

    Österreichs Weg in die Europäische Union


    Michael Gehler zeichnet eine komplexe und wechselvolle Geschichte nach, beginnend mit einem Österreich, welches nur über geringen außenpolitischen Handlungsspielraum in den 1920er Jahren verfügt und in den 1930er Jahren international auf verlorenem Posten steht. Die Integrationspolitik „in Wartestellung“ unter der SPÖ-Alleinregierung Bruno Kreisky 1972–1983 wird abgelöst von zaghaften Neuansätzen zur Annäherung in der kurzen Kleinen Koalition SPÖ-FPÖ 1983–1986, ehe im Rahmen der nachfolgenden Großen Koalition SPÖ-ÖVP (Vranitzky-Mock) der „Weg nach Brüssel“ beschritten wird, was nach zahlreichen Verhandlungen 1995 im EU Beitritt gipfelt.

    Präsentationen
07.11.2018 Moshe Jahoda Platz

Am 07.11.2018 erfolgte auf Initiative der Bezirksvertretung Wien 15 die feierliche Benennung des Platzes an der Stelle des Mahnmals Turnertempel (Ecke Turnergasse/Dingelstedtgasse) nach Moshe Jahoda. In Anwesenheit von Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal, IKG-Vizepräsidentin Claudia Prutscher in Vertretung von IKG-Präsident Oskar Deutsch sowie Jahodas Familie aus Israel, zahlreichen WeggefährtInnen, KollegInnen, AnrainerInnen und FreundInnen wurde die Straßentafel enthüllt und gleichzeitig den Ereignissen des Novemberpogroms 1938 gedacht.

Seitens des Zukunftsfonds waren der stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende, Hans Winkler, und Generalsekretär Herwig Hösele anwesend, der in sehr persönlichen Worten die Verdienste, das Engagement für die Überlebenden der Shoa und die Persönlichkeit Moshe Jahodas würdigte. Moshe Jahoda war von 2006 bis zu seinem Tod im Jahr 2016 Kuratoriumsmitglied des Zukunftsfonds und stand in dieser Funktion dem Fonds mit weisem Ratschlag und großer Umsicht zur Seite. Nähere Informationen unter der Projektnummer P18-3311

Eröffnung Moshe-Jahoda-Platz



Moshe-Jahoda-Platz, Prof. Hösele, ZF



Moshe-Jahoda-Platz, Familie Copyright: annarauchenberger.com / Anna Rauchenberger

Bildergalerie



















30. Werkstattgespräch am 23.10.2018

    Am 23.10.2018 fand das 30. Werkstattgespräch des Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie statt.

    GESTAPO-LEITSTELLE WIEN 1938-1945


    Die Geheime Staatspolizei des NS-Regimes wurde unter ihrer Abkürzung „Gestapo“ zum Inbegriff einer verbrecherischen Geheimpolizei eines totalitären Regimes. Die 1938 im beschlagnahmten Wiener Hotel Metropole am Morzinplatz untergebrachte Gestapo-Leitstelle Wien war mit mehr als 900 Mitarbeitern die größte Gestapo-Leitstelle des Deutschen Reiches und das wichtigste Instrument des NS-Terrors in Österreich.

    Präsentationen
15.09.18 Gedenkstein für Maria Schaumayer enthüllt

Am Maria Schaumayer-Platz im Kreuzungsbereich Billrothstraße – Sieveringer Straße in Wien Döbling wurde am Samstag, 15.9.2018 ein Gedenkstein für die große Patriotin enthüllt.

Maria Schaumayer war nicht nur eine Pionierin in Spitzenfunktionen in Politik und Wirtschaft und als weltweit erste Frau als Nationalbankpräsidentin. Sie führte auch im Jahr 2000 als Regierungsbeauftragte mit Klugheit, Mut und Umsicht die schwierigen Verhandlungen zur ZwangsarbeiterInnen-Entschädigung, die international als beispielhaft angesehen wurden, wie auch ihr Verhandlungspartner, der US-Unterstaatssekretär Stuart E. Eizenstat mehrfach betonte. Schaumayers Verhandlungserfolg im Auftrag der Regierung Schüssel war auch ein weiterer besonders wichtiger Schritt zur ehrlichen Aufarbeitung der dunklen Vergangenheit Österreichs zwischen 1938 und 1945. Für den Zukunftsfonds, der wesentlich aus den Restmitteln der Zwangsarbeiterinnen-Entschädigung finanziert wurde, ist eine zukunftsorientierte Erinnerungskultur verpflichtender Auftrag.

Es ist dem leider allzu früh verstorbenen stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden des Zukunftsfonds, Christoph Kainz und dem Bezirksvorsteher des 19. Bezirks, Adolf Tiller, zu verdanken, dass nun dieser Gedenkstein seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Döbling war der Heimatbezirks von Maria Schaumayer.

Kurze Gedenkansprachen bei dem Festakt hielten der Generalsekretär des Zukunftsfonds, Herwig Hösele, der Döblinger Bezirksvorsteher Adolf Tiller und der Gouverneur der Nationalbank Ewald Novotny. Unter den Festgästen sah man unter anderem den Vorsitzenden und den sellvertrendenden Vorsitzenden des Zukunftsfonds Kurt Scholz und Hans Winkler, den früheren Notenbankgouverneur Klaus Liebscher, die frühere Vorsitzende des Zukunftsfonds Waltraud Klasnic, die frühere Bundesministerin Maria Rauch-Kallat mit weiteren Vertreterinnen der Schaumayer-Stiftung, den früheren OMV Generaldirektor Richard Schenz und den Generalsekretär der Industriellenvereinigung Christoph Neumayer. Aus Anlass der Gedenkstein-Enthüllung legte der Zukunftsfonds auch eine kleine Broschüre auf, die hier auch als pdf. heruntergeladen werden kann.

Download Broschüre 


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