Am 19. Dezember 2005 wurde der Zukunftsfonds der Republik Österreich unter der Regierung von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel per Bundesgesetz errichtet und nahm am 1. Jänner 2006 seine Fördertätigkeit auf.
Seither konnten in den letzten 20 Jahren über 4.500 Projekte - insbesondere wissenschaftliche Forschung, Publikationen, zivilgesellschaftliche Initiativen, Filme, künstlerische Darstellungen, Tagungen - gefördert werden, die der Erinnerungskultur, der Förderung von Demokratie, Toleranz und Menschenrechten und der internationalen Verständigung dienen und jedweder Form von Antisemitismus, Rassismus, Totalitarismus und Diskriminierung entgegenwirken.

Längst hat sich der Zukunftsfonds als eine wichtige Institution für die Erinnerungskultur etabliert, wobei gerade der nachhaltige Einsatz für Toleranz, Menschenrechte undDemokratie von großer Bedeutung ist.

20 Jahre Zukunftsfonds – er verbindet die Erinnerung an unsere Geschichte mit dem Auftrag für die Zukunft, denn Gedenken ist immer auch ein Blick nach vorn. Das zeigt der Fonds mit seiner Zuwendung zu aktuellen Herausforderungen wie dem Aufstieg antidemokratischer Kräfte oder der Situation von Menschen auf der Flucht. Als international tätiges Fundament der österreichischen Geschichtsaufarbeitung wirkt er so an unserer Zukunftsbewältigung mit – durch Stärkung der Demokratie und Wahrung der Menschenrechte. Herzliche Gratulation zum Jubiläum!

Erinnerungskultur ist dann wirkungsvoll, wenn sie nicht im Archiv verbleibt, sondern in Schulen, Gemeinden, Museen, Theatern und Medien lebendig wird. Der Zukunftsfonds fördert genau diesen Transfer – von historischem Wissen zu gesellschaftlichem Bewusstsein. Er macht Geschichte zugänglich und schafft Räume für Dialog und Verantwortung.

Seit nunmehr 20 Jahren leistet der Zukunftsfonds der Republik Österreich einen unverzichtbaren Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und zur Förderung von Demokratie, Menschenrechten und internationalem Dialog. Dieses Engagement stärkt das historische Bewusstsein und trägt zu einer verantwortungsvollen Erinnerungskultur bei. Ich danke allen, die dieses wichtige Wirken mittragen und gratuliere herzlich zum Jubiläum.