Die Beziehungen Österreichs zu den Diktaturen Südeuropas nach 1945: Spanien, Portugal, Griechenland
Das Ziel des Forschungsprojekts war es, die diplomatisch-politischen Beziehungen Österreichs zu den autoritären Regimen in Spanien, Portugal und Griechenland zu untersuchen – also die Beziehungen der Zweiten Republik zu heutigen Partnerländern der Europäischen Union, die nach 1945 noch Diktaturen waren und nicht dem Ostblock angehörten. Der Umgang mit diesen Staaten, diesbezügliche Brüche und Kontinuitäten werden erstmals auf Basis bisher unbearbeiteter Quellen – vorwiegend des österreichischen Außenministeriums – untersucht.
Am 18.10.2016 fand das 22. Werkstattgespräch des Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie statt. Präsentationen Katja Sturm-Schnabl, Slawistin, Byzantinistin, Wien Bojan-Ilija Schnabl, Literat, Enzyklopädist, Wien
Der Vortrag thematisiert mit dem Bombenkrieg ein bis heute emotional diskutiertes Erinnerungsfeld des Zweiten Weltkrieges. Die Zerstörung ganzer Großstädte und das dabei verursachte Leid prägten sich tief in das kollektive Bewusstsein der Menschen ein. Der Bombenkrieg wuchs sich so zu einem Sinnbild gesellschaftlicher Opferwahrnehmung aus, hinter das andere Betrachtungen weitgehend zurücktraten und einzelne Themen gänzlich tabuisiert wurden.
Der Arzt und Universitätsprofessor für Anatomie Julius Tandler (1869-1936) zählt zu jenen Wissenschaftlern, die den Weltruf der Wiener medizinischen Schule mitbegründeten. Darüber hinaus gilt er als legendärer Wohlfahrts- und Gesundheitsstadtrat des Roten Wien der Zwischenkriegszeit. Seine sozialpolitischen Leistungen, von der konservativen Rathaus-Opposition vor 1934 noch vehement bekämpft, fanden nach 1945 allgemein Anerkennung
Am 20.10.2015 fand das 18. Werkstattgespräch des Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie statt. Projektpräsentationen DDr. Barbara Glück, KZ-Gedenkstätte Mauthausen, BMI W. Mernyi, Mauthausen Komitee Österreich> Univ.-Prof. Dr. Bertrand Perz, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien Mag. Dariusz Pawlos, Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung, Warschau
Durch Eheschließungen mit Ausländern konnten sich verfolgte Frauen während der Zeit des Nationalsozialismus in Exilländer retten oder waren durch die fremde Staatsangehörigkeit geschützt. Manche Ehen wurden nur pro-forma und aus Solidarität und/oder gegen Bezahlung geschlossen. Das Projekt „Scheinehen in der NS-Zeit“ will diese Frauen als aktive Akteurinnen mit ihren Netzwerken sichtbar machen, aber auch jenen gedenken, bei denen das Vorhaben scheiterte und die dennoch Opfer des nationalsozialistischen Regimes