Die slowenische Volksgruppe in Kärnten war unter den Nazis massiven, von langer Hand geplanten genozidären Verfolgungen ausgesetzt. Die Deportationen von 200 aus dem gesamten Sprachraum strategisch ausgewählten führenden slowenischen Familien zielten auf eine massive nachhaltige kollektive Traumatisierung (Ethnozid).
Mag. Bojan-Ilija Schnabl MAS
Projekt: P13-1366
...weiterlesenVom Rand in die Mitte - dieser Satz hat mich immer begleitet. Ich bin in der südburgenländischen Gemeinde Unterschützen aufgewachsen. Wir Roma wohnten am Rande des Dorfes, abgeschieden vom gesellschaftlichen Leben. Wir, die Überlebenden des Holocaust, wurden ausgegrenzt und durften am Leben der Dorfgemeinschaft nicht teilnehmen. Das war kein Einzelfall, denn so war es in vielen Gemeinden und Dörfern des Burgenlandes in denen Roma zu Hause waren.
Prof. Rudolf Sarközi
Projekt: P11-0869
...weiterlesenMit dem Wissen um die Vergangenheit in die Zukunft blicken, sie positiv gestalten und eine gemeinsame Vision für die Region entwickeln – das war das Motto eines intensiven Austausches im Rahmen des Projekts der „Bewusstseinsregion“. In Ideenwerkstätten nach dem Prinzip der „BürgerInnen-Räte“ haben Menschen aus den Gemeinden Mauthausen, Langenstein und St. Georgen, ausgewählt nach dem Zufallsprinzip, viel Kreativität in die Zukunft ihrer Region investiert. In parallel laufenden Fokusgruppen brachten interessierte, fachkundige Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Regionalentwicklung und Gedenkkultur ihre Überlegungen dazu ein.
Dr. Brigitte Halbmayr, Dr. Alfred Zauner
Projekt: P12-1166
...weiterlesenDie Österreichische Legion entstand im Juni 1933 als eine paramilitärische Formation, bestehend aus militanten SA-Angehörigen, die besonders nach dem Verbot der NSDAP in Österreich zu Tausenden nach Bayern flüchteten, wo sie in so genannten "Hilfswerklagern" der SA kaserniert und von Reichswehroffizieren ausgebildet wurden.
Dr. Hans Schafranek
Projekt: P10-0696
...weiterlesenDer Bereich der im Frühjahr/ Sommer 1938 in Österreich von Angehörigen und Mitläufern nationalsozialistischer Organisationen und/oder der Exekutive vorgenommenen „Beschlagnahmungen“ bzw. „Einziehungen“ wurde bisher von der historischen Forschung nur unzulänglich behandelt. Das Wissen um Enteignungen vor der „Arisierung“ ist wohl auch deshalb nicht stark ausgeprägt, weil diese Vorgangsweise ein österreichisches Spezifikum darstellte, das in dieser ausgeprägten Form im „Altreich“ nicht auftrat.
Univ.-Doz. Dr. Hans Safrian
Projekt: P09-0490
...weiterlesenDie neuere Literatur fokussiert auf die These eines komplexen Zusammenhangs zwischen Nationalsozialismus und Modernismus. Roger Griffin etwa spricht vom Topos eines „Neubeginns“ im faschistischen Selbstverständnis. Die Siedlungs- und Infrastrukturplanungen des „Dritten Reiches“, getrieben von einem genuinen rassistischen und biopolitischen Dezisionismus, nahmen - so Griffin - grundlegende Elemente der Nachkriegskonzepte ökonomischer und sozialer Regulation vorweg.
Univ.-Prof. Dr. Siegfried Mattl
Projekt: P08-0313
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