Geburtsdatum: 4. Dezember 1930 Geburtsort: Wien, Österreich
Todesdatum: 24. Oktober 2018 Todesort: Wien, Österreich
Rudolf Gelbard wurde am 4. Dezember 1930 in eine jüdische Wiener Familie geboren, wo er im 2. Bezirk aufwuchs. Nach dem „Anschluss“ im März 1938 wurde er von der Schule verwiesen, mehrere Schulwechsel folgten. 1942 wurde er mit seinen Eltern nach Theresienstadt deportiert. Die Familie überlebte, die Eltern starben jedoch frühzeitig an den Folgen der dreijährigen Internierung. Nach der Befreiung holte Rudolf Gelbard seine Schulbildung nach, war später im Bundesministerium für soziale Verwaltung tätig und besuchte die Parteischule der SPÖ. Ab 1975 arbeitete er für die Zeitung „Kurier“. Rudolf Gelbard engagierte sich sein Leben lang gegen das Vergessen; er war als Beobachter bei den Prozessen gegen NS-Kriegsverbrecher:innen anwesend, wurde Mitglied des Bundes Sozialistischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus (heute Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen), gehörte dem Vorstand des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes an und war insbesondere ab seiner Pensionierung 1990 als Zeitzeuge an verschiedenen Bildungseinrichtungen tätig. Rudolf Gelbard verstarb am 24. Oktober 2018 in Wien.