Buchpräsentation „Das rote Fahrrad“


Berührend und erschütternd sind die Tagebuchaufzeichnungen des 13jährigen ungarischen Mädchens Eva Zsolt aus dem Jahr 1944, die nun unter dem Titel „Das Rote Fahrrad“ erschienen sind. Eva wurde im April 1944 nach Auschwitz deportiert und dort, nachdem sie von Josef Mengele für seine Menschenversuche missbraucht worden war, im Oktober 1944 ermordet. Kurz vor ihrer Deportation hatte Eva ihr Tagebuch ihrem Kindermädchen übergeben, im Jahr 1947 veröffentlichte Evas Mutter Ágnes die Notizen dieser ungarischen „Anne Frank“. Ágnes Zsolt beging 1951, von Schuldgefühlen und Gewissensbissen geplagt, Selbstmord. Was bleibt, ist ein eindringliches und authentisches Zeitdokument wider den Faschismus und wider das Vergessen.

Die nun erste deutsche Fassung der ungarischen Originalausgabe wurde am Freitag, 07.09.2012, vorgestellt. Erschienen ist das Buch im neugegründeten Nischen-Verlag. Verlagsleiterin Zsóka Lendvai und ihr Mann, der angesehene Publizist Paul Lendvai, betonten, man wolle mit dem Verlagsprogramm die „Nische im deutschen Sprachraum, für noch unbekannte oder bereits vergessene Bücher aus Ungarn“ besetzen.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Projektdatenbank unter der Projektnummer P12-1183 bzw. auf der Website www.nischenverlag.at/Index2.htm
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