Archiv des Zuhörens: Wien 2026 1938 (Publikation in der edition monochrom)
„Archive of Listening: Vienna 2026 1938“ is an interdisciplinary edited volume that emerged from the eponymous artistic research project (2025–2026) and addresses questions of the ethics of accessing archives that hold histories of extreme violence.
„Archiv des Zuhörens: Wien 2026 1938“ ist ein interdisziplinärer Sammelband, der aus dem gleichnamigen künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojekt (2025–2026) hervorgeht. Im Mittelpunkt des Projekts standen langfristige Zuhör-Sessions mit Bewohnerinnen des Sandleitenhofs und des 16. Wiener Gemeindebezirks. Diese wurden ergänzt durch Archivforschung zur Vertreibung jüdischer und politisch verfolgter Mieter*innen aus Wiener Gemeindebauten im Nationalsozialismus sowie eine Reihe von Vermittlungs-Workshops. Die Publikation versammelt wissenschaftliche Essays, künstlerische Beiträge, historische Quellen, Fotografien, Auszüge aus den transkribierten Lebenserzählungen und Ergebnisse der Workshops. Sie versteht das Archiv nicht als neutralen Speicher von Dokumenten, sondern als affektive und relationale Praxis des Zuhörens, die historische Erfahrungen der Verfolgung und Ausgrenzung mit gegenwärtigen Fragen von Zugehörigkeit, Erinnerung und demokratischer Verantwortung verbindet.
Keine Website
Projektverantwortliche
Gimplinger Martina Dr.in - Citizen Carol – Verein für kritische Zusammenhänge in den darstellenden Künsten