Projektinformation P26-6605


„Geschichtete Erinnerungen“. Gedenkort für die Opfer der NS-Medizinverbrechen am Standort Mauer




Bis Herbst 2026 wird am erweiterten Friedhofsbereich neben dem Friedhof des Landesklinikums Mauer ein Gedenkort entstehen. Dieser schafft einen sichtbaren Rahmen für das bis dato ungekennzeichnete Gräberareal und erinnert an die 2.848 Patientinnen und Patienten der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling, die in der NS-Zeit vor Ort, in der Tötungsanstalt Hartheim oder in anderen Heil- und Pflegeanstalten ermordet wurden oder verstarben. Grundlage bilden die historischen Recherchen von Dr. Philipp Mettauer vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs. Der Gedenkort wird durch zwei speziell angefertigte Mischmauerwerke den erweiterten Friedhofsbereich einfassen. Die Materialität der Mauern ist dabei ein Verweis auf Todesorte der Opfer – Ziegel für das Klinikum Mauer-Öhling, Kalkstein für Gugging und Schiefer für Meseritz-Obrawalde sowie gespaltener Betonstein für Hartheim. Weiters werden 2.848 Edelstahlplättchen mit den Namen und persönlichen Eckdaten der Opfer angebracht. Die Architekturhistorikerin und Künstlerin Azra Akšamija entwickelte das Konzept dieser „Geschichteten Erinnerungen“ und ging als Gewinnerin aus einem geladenen Wettbewerb hervor. Der Gedenkort entsteht in Kooperation des Landesklinikums Mauer, dem Land Niederösterreich sowie dem Bundesministerium für Inneres. www.noe.gv.at/noe/Kunst-Kultur/Kunst___Kultur.html www.koernoe.at




Projektverantwortliche
Grüneis Martin Mag. - Amt der NÖ Landesregierung
Projektzeitraum
2026-02-01 bis 2026-11-30
Kategorie
Ausstattung
Region
Österreich
Status
Genehmigt