Projektinformation P26-6562


“Die Tochter Babylons” (Kinodokumentarfilm)




Es gibt Sprachen, die nur noch von wenigen hundert Menschen gesprochen werden. Die Sprachwissenschafterin Ioana Aminian hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, diese letzten Stimmen zu bewahren. An der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien erforscht sie bedrohte Minderheitensprachen und reist dorthin, wo politische Repression, Krieg und Vertreibung das Verschwinden ganzer Kulturen beschleunigen. Mit großer Nähe begleitet der Film Ioana bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit und ihren Begegnungen mit den letzten SprecherInnen dieser Sprachen. Archivaufnahmen ihrer Feldforschungen erzählen von der Deportation der Kalmücken durch Stalin, von ihrer eigenen Verhaftung während einer Forschungsreise in Russland, von den letzten Bewahrerinnen des Ladinos in Istanbul und von einer nahezu vergessenen Sprachgemeinschaft im Iran, deren Zukunft durch politische Isolation ungewiss geworden ist. Immer wieder wird sichtbar, dass Sprache weit mehr ist als ein Mittel der Verständigung – sie ist ein lebendiges Gedächtnis, das mit jedem verstummenden Sprecher unwiederbringlich verloren geht. www.nataliehalla.com




Projektverantwortliche
Halla Natalie Mag. - Natalie Halla Filmproduktion
Projektzeitraum
2026-11-01 bis 2028-09-30
Kategorie
Filmprojekt
Region
weltweit
Status
Genehmigt