»Das dissoziative Archiv. Von Partisan:innen, Affekten und Geistern im Museum Peršmanhof« (Publikation im Mandelbaum Verlag herausgegeben von Julia Stolba)
»The Dissociative Archive: On Partisans, Emotions, and Ghosts at the Peršmanhof Museum«
Im transdisziplinären Buch werden Wiederholungsdynamiken der Gewalt am Peršmanhof einst und jüngst mit den Mitteln der Psychoanalyse und der Kunst analysiert und im Hinblick auf destruktive Anteile eines dissoziativen Archivs der Geschichte beforscht. In diesem Buch, das im Rahmen eines künstlerischen Forschungsprojekts entstanden ist, werden Konzepte des Affektiven und des Unbewussten in Archiven in Verbindung gebracht und ihre Materie wie auch die immateriellen Aspekte in Archivprozessen betrachtet, die sich durch Erinnerung weitergeben – dort, wo nichts mehr geblieben ist. Die Fallstudie zum Museum Peršmanhof, einer Gedenkstätte und einem Lernort über die Geschichte des kärntner-slowenischen Partisan:innenwiderstands, bildet den Ausstellungsort und sein Archiv ab. In dessen Praxis werden affektive Auseinandersetzungsprozesse mit Geschichte auf unterschiedliche Weise repräsentiert und stets aktualisiert. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Museum und dessen Akteur:innen haben sich Beziehungen entwickelt, aus denen neue Prozesse der solidarischen Arbeit entstanden sind, so auch eine künstlerisch-forschende Beschäftigung mit der kärntner-slowenischen Partisanin Helena Kuhar-Jelka.
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