Erinnerung an Dersim 1938: Gewalt, Vertreibung, Trauma, kollektives Gedächtnis, Emotionen und sakrale Objekte in kurdisch-alevitischen Gemeinschaften und in der Diaspora (internationale Konferenz, 26.
"Remembering Dersim 1938: Violence, Displacement, Trauma, Collective Memory, Emotions, and Sacred Objects across Kurdish Alevi Communities and Diaspora"
In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung zum Völkermord an den Armeniern von 1915, zum genozidalen Massaker von Dersim in den Jahren 1937–38 und zur längeren Geschichte der Gewalt, die diese Region geprägt hat, wichtige Beiträge zur Völkermordforschung, zur Erinnerungsforschung und zu breiteren Debatten über Gesellschaften nach Gewalterfahrungen geleistet. Dieser Workshop tritt in einen Dialog mit dieser Forschung, indem er sich nicht nur auf die historischen Ereignisse in Dersim 1937/38 selbst, sondern auch auf die spezifischen strukturellen Kontinuitäten fokussiert. Dabei stehen das Erleben, Erinnern und die transgenerative Transmission dieser Gewalterfahrungen im Fokus. In der internationalen Konferenz werden sich ExpertInnen auf wissenschaftlicher Ebene austauschen und in einem weiteren Schritt auch mit der alevitischen Gemeinschaft in Wien in Kontakt treten.
www.oeaw.ac.at/isa
Projektverantwortliche
Bovensiepen Judith Dr. - Institut für Sozialanthropologie, ÖAW