„Demokratie der Vielfalt: Volksgruppenrecht und Sprachenpolitik in Österreich“ (Sammelband)
2026 jährt sich der Beschluss des Volksgruppengesetzes zum 50. Mal, 2027 sein
Inkrafttreten. Die Staatzielbestimmung der Bundesverfassung über das Bekenntnis
zu den autochthonen Volksgruppen wird (2025) vor 25 Jahren in die Verfassung
aufgenommen. Diese Jubiläen bieten einen wichtigen Anlass, die Entwicklung des
österreichischen Volksgruppenrechts und der Sprachenpolitik historisch, rechtlich
und politikwissenschaftlich in einem Buchprojekt zu reflektieren, das die
Veröffentlichung zentraler parlamentarischer Debatten mit wissenschaftlichen
Analysen führender Expertinnen und Experten aus Geschichte, Recht und Politik
verbindet. Trotz der zentralen Bedeutung des Volksgruppenrechts für die
österreichische Verfassungs- und Demokratieentwicklung fehlt derzeit eine aktuelle
Grundlagenpublikation, die historische Entwicklungen, rechtliche Strukturen und
politische Dynamiken der Volksgruppenpolitik in der Republik Österreich
systematisch miteinander verbindet. Der Band wird Ende 2026 im Verlag
Hermagoras/Mohorjeva erscheinen. Das Buch leistet einen wesentlichen Beitrag
zur Reflexion und Weiterentwicklung des Minderheitenschutzes in Österreichs als
essenzieller Bestandteil der Demokratie, zur Integration und Toleranz im Lichte
eines Verständnisses autochthoner Sprachen und Kulturen als gemeinsames Erbe
der Gesamtgesellschaft und Einordnung der österreichischen Volksgruppen- und
Sprachenpolitik im europäischen Kontext.
https://homepage.uni-graz.at/de/juergen.pirker
Projektverantwortliche
Pirker Jürgen Univ.-Prof. DDr. - Fachbereich Global Governance, Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen, Universität Graz