Projektinformation P26-6427


Heil statt Heilung - Die Vertreibung von Österreichs Spitzenmedizinerlnnen (AT) (Fernsehdokumentation für ORF 3)


Ideology over Healing – Austria's Expelled Medical Pioneers (working title, Documentary)


Nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 wurden vom NS-Regime mehr als 4.000 Ärzte und Ärztinnen vertrieben, an der Berufsausübung gehindert oder ermordet – mehr als 60 Prozent aller Mediziner des Landes. Neben den individuellen Tragödien bedeutete dies einen schwerwiegenden Einschnitt in der großen Tradition der Wiener Medizinischen Schule. Der Verlust an Wissen und Spitzenpersonal wirkt zum Teil bis heute nach. Die Dokumentation skizziert anhand einiger exemplarischer Fälle die Lebenswege verfolgter Ärztinnen und Ärzte. Wissenschaftliche Grundlage dafür ist das Forschungsprojekt „Ärzte und Ärztinnen in Österreich 1938-1945 - Entrechtung, Vertreibung, Ermordung“, das seit 2015 an der Universität Wien durchgeführt wird. Der Verfolgung gegenüber stehen die Karrieren jener MedizinerInnen, die sich mit der NS-Ideologie identifiziert oder zumindest arrangiert haben. Auch auf sie sowie die Verbrechen, die von ihnen begangen wurden, wird ein Schlaglicht geworfen. „Heil statt Heilung“ verzahnt wissenschaftliche Forschung und breitenwirksames Dokumentarfilmformat, um so einen wichtigen Beitrag zur erstmaligen Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels in der Geschichte der österreichischen Ärzteschaft zu leisten.




Projektverantwortliche
Jelinek Gerhard Dr. - Creatext – Film, Text, Media
Projektzeitraum
2026-05-01 bis 2026-12-31
Kategorie
Filmprojekt
Region
Österreich
Status
Genehmigt