Heil statt Heilung - Die Vertreibung von Österreichs Spitzenmedizinerlnnen (AT) (Fernsehdokumentation für ORF 3)
Ideology over Healing – Austria's Expelled Medical Pioneers (working title, Documentary)
Nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 wurden vom NS-Regime mehr als
4.000 Ärzte und Ärztinnen vertrieben, an der Berufsausübung gehindert oder
ermordet – mehr als 60 Prozent aller Mediziner des Landes. Neben den individuellen
Tragödien bedeutete dies einen schwerwiegenden Einschnitt in der großen Tradition
der Wiener Medizinischen Schule. Der Verlust an Wissen und Spitzenpersonal wirkt
zum Teil bis heute nach. Die Dokumentation skizziert anhand einiger exemplarischer Fälle die Lebenswege
verfolgter Ärztinnen und Ärzte. Wissenschaftliche Grundlage dafür ist das
Forschungsprojekt „Ärzte und Ärztinnen in Österreich 1938-1945 - Entrechtung,
Vertreibung, Ermordung“, das seit 2015 an der Universität Wien durchgeführt wird.
Der Verfolgung gegenüber stehen die Karrieren jener MedizinerInnen, die sich mit
der NS-Ideologie identifiziert oder zumindest arrangiert haben. Auch auf sie sowie
die Verbrechen, die von ihnen begangen wurden, wird ein Schlaglicht geworfen.
„Heil statt Heilung“ verzahnt wissenschaftliche Forschung und breitenwirksames
Dokumentarfilmformat, um so einen wichtigen Beitrag zur erstmaligen Aufarbeitung
dieses dunklen Kapitels in der Geschichte der österreichischen Ärzteschaft zu
leisten.
Projektverantwortliche
Jelinek Gerhard Dr. - Creatext – Film, Text, Media