Kulturfestival „Bühne der Macht“ Schwerpunkt: Der Radetzkymarsch nach Joseph Roth (15. bis 19. Juli 2026)
“Stage of Power (Bühne der Macht) 2026” combines Joseph Roth’s play *The Radetzky March* with dialogic awareness-raising formats
Das Projekt „Bühne der Macht 2026“ untersucht die Entstehung und Weitergabe
autoritärer Loyalitäts- und Gehorsamsmuster. Es zeigt, dass totalitäre Systeme wie der Nationalsozialismus auf tief verankerten
gesellschaftlichen Denk- und Anpassungsstrukturen beruhen.
Eine Theateradaption von Radetzkymarsch (Joseph Roth) macht den Zerfall
politischer Ordnungen und die Persistenz blinder Loyalität sichtbar.
Dabei wird deutlich, wie internalisierte Autorität auch über den Zusammenbruch von
Systemen hinaus wirksam bleibt. Die Familie wird als zentraler Ort politischer Sozialisation verstanden, in dem
Gehorsam und Normen geprägt werden. Filmische Dialoge zwischen Generationen machen diese oft unbewussten
Machtstrukturen sichtbar. Sie zeigen, wie Anpassung, Schweigen und Loyalität historische Entwicklungen wie
den Nationalsozialismus begünstigten. Workshops, Vorträge und Diskussionen, fördern die Fähigkeit junger Menschen,
Autorität kritisch zu hinterfragen. So wird Ohnmacht in demokratische Handlungskompetenz transformiert und
autoritären Tendenzen vorgebeugt. Im Sinne des Zukunftsfonds stärkt das Projekt Erinnerung,
Verantwortungsbewusstsein und demokratische Selbstermächtigung.
https://www.buehne-der-macht.com/festival/
Projektverantwortliche
Rainer Cornelia Mag. - Kulturfestival Südalpenraum in Sankt Daniel (Gailtal Kärnten)