Projektinformation P26-6391


Jüdischsein“ als verborgenes Stigma. Transgenerationale Effekte von Anpassungsversuchen an eine antisemitische Umwelt. Eine autoethnografische Spurensuche. (Manuskripterstellung)


‘Being Jewish’ as a hidden stigma. Transgenerational effects of attempts to adapt to an anti-semitic environment. An autoethnographic exploration.


Diese Einzelfallstudie geht der Frage nach, welche transgenerationalen Auswirkungen es hat, wenn Shoah-Überlebende in einem fortgesetzt antisemitischen Klima ihr Jüdischsein als Stigma versteckten. Ausgehend von eigener Erfahrung als Nachgeborene einer ungarischjüdischen Familie, die in das postnationalsozialistische Österreich geflüchtet war, rekonstruiere ich im Rahmen einer autoethnografischen Spurensuche zwei Ebenen der Familiengeschichte an den Schnittstellen historischer, soziologischer und psychoanalytischer Forschung: Unter welchen historisch-sozialstrukturellen Bedingungen fiel die Entscheidung das Jüdische zu verstecken? Welche Effekte entfaltete das Stigmatisiertsein für die nachfolgende(n) Generation(en)? Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung soll ein weiterführender Forschungsantrag ausgearbeitet werden, der eine ausführliche Auseinandersetzung mit dieser bislang wenig beleuchteten Themenstellung ermöglicht. https://juedischestudien.uni-graz.at




Projektverantwortliche
Lamprecht Gerald Univ.-Prof. Mag. Dr. - Centrum für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität Graz
Projektzeitraum
2026-06-01 bis 2027-04-30
Kategorie
Forschung, Manuskript
Region
Österreich
Status
genehmigt