Jüdischsein“ als verborgenes Stigma. Transgenerationale Effekte von Anpassungsversuchen an eine antisemitische Umwelt. Eine autoethnografische Spurensuche. (Manuskripterstellung)
‘Being Jewish’ as a hidden stigma. Transgenerational effects of attempts to adapt to an anti-semitic
environment. An autoethnographic exploration.
Diese Einzelfallstudie geht der Frage nach, welche transgenerationalen Auswirkungen es
hat, wenn Shoah-Überlebende in einem fortgesetzt antisemitischen Klima ihr Jüdischsein als
Stigma versteckten. Ausgehend von eigener Erfahrung als Nachgeborene einer ungarischjüdischen
Familie, die in das postnationalsozialistische Österreich geflüchtet war,
rekonstruiere ich im Rahmen einer autoethnografischen Spurensuche zwei Ebenen der
Familiengeschichte an den Schnittstellen historischer, soziologischer und psychoanalytischer
Forschung: Unter welchen historisch-sozialstrukturellen Bedingungen fiel die Entscheidung
das Jüdische zu verstecken? Welche Effekte entfaltete das Stigmatisiertsein für die
nachfolgende(n) Generation(en)?
Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung soll ein weiterführender
Forschungsantrag ausgearbeitet werden, der eine ausführliche Auseinandersetzung mit
dieser bislang wenig beleuchteten Themenstellung ermöglicht.
https://juedischestudien.uni-graz.at
Projektverantwortliche
Lamprecht Gerald Univ.-Prof. Mag. Dr. - Centrum für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität Graz