Projektinformation P26-6373


Synthetische Erinnerung. KI-generierte Holocaust-Bilder, Plattformlogiken und die Transformation visueller Gedenkkulturen im deutschsprachigen Raum


Synthetic Memory: AI-Generated Holocaust Imagery, Platform Amplification, and Democratic Resilience


Das Projekt untersucht, wie auf Social-Media-Plattformen zunehmend fotorealistische KI-generierte Bilder zirkulieren, die fälschlich als historische Aufnahmen aus der Shoah ausgegeben werden. Im Zentrum steht die Frage, wie solche „Erwartungsbilder“ entstehen, welche wiederkehrenden Verzerrungsmuster sie aufweisen und warum sie sich in Plattformumgebungen besonders stark verbreiten. Der Schwerpunkt liegt auf Österreich; ergänzend werden die Befunde policy-bezogen im EU-Kontext eingeordnet. Damit adressiert das Projekt Risiken für kollektive Erinnerung, Gedenkpraxis und demokratische Öffentlichkeit, einschließlich Anschlussstellen für Relativierung, Revisionismus und antisemitische Codes. Die Ergebnisse werden in ein Open-Access-Toolkit und eine Handreichung für Bildung sowie Archive/Gedenkstätten überführt. Zwei Pilotworkshops mit Multiplikator:innen dienen der Validierung und Feinjustierung der Transfermaterialien. Abschließend werden Policy Briefs mit konkreten Empfehlungen zu Provenienz, Kennzeichnung, Moderationspraktiken und Resilienzförderung erstellt. Keine Website




Projektverantwortliche
Rheindorf Markus Priv.-Doz.Mag. Dr.
Projektzeitraum
2026-07-01 bis 2027-06-30
Kategorie
Forschung
Region
Österreich
Status
Genehmigt