Drehscheibe und Ort der NS-„Euthanasie“. Zur „Heil- und Pflegeanstalt“ Mauer-Öhling im Nationalsozialismus. (Publikation)
Hub and location of Nazi “euthanasia.” On the Mauer-Öhling “sanatorium and nursing home” during National Socialism.
Etwa 2.800 Patientinnen und Patienten wurden innerhalb der Anstalt von Ärzten mit Elektro-schocks ermordet, durch Vergiftung, Vernachlässigung und Verhungern zu Tode gebracht oder zur Vernichtung nach Hartheim und Gugging deportiert. Außer neurologisch und psy-chisch beeinträchtigten Patientinnen und Patienten wurden auch Bewohner:innen
Regionaler Altersheime, nicht mehr arbeitsfähige Zwangsarbeiter:innen, am Gelände unter-gebrachte sog. „bessarabiendeutsche Umsiedler“ und sogar durch Kopfschuss oder Schock unheilbar erkrankte Soldaten der Wehrmacht zu Tode gebracht. Die geplante Publikation dient als Informations- und Lernbroschüre für die im Rahmen der niederösterreichischen Landesausstellung 2026 im Landesklinikum Mauer-Öhling stattfindende Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte des Ortes. Der im Pavillon 18 eingerichtete Lernort wird über die Landesausstellung hinaus bestehen. Die Publikation ermöglicht die vertiefende Auseinander-setzung mit der NS-Geschichte des Klinikums für Gruppen (vor allem Schüler:innen und Student:innen) ebenso wie für Individualbesucher:innen.
Mit Beiträgen von Clemens Ableidinger, Martha Keil, Philipp Mettauer, Tanja Wünsche und Projektteilnehmer:innen
www.injoest.ac.at
Projektverantwortliche
Hödl Sabine Dr. - Institut für jüdische Geschichte Österreichs