"Inszenierte Erinnerung. Theater als Ort der Verhandlung und Vergegenwärtigung der NS-Vergangenheit in Wien 1965" (Publikation bei new academic press)
"Staged Memory" The study examines theatre as a site of negotiation and presentation of the National Socialist past twenty years after the end of WWII.
Die Publikation widmet sich dem Wiener Theater als Ort der Verhandlung der NSVergangenheit
20 Jahren nach Kriegsende. Vor dem Hintergrund identitätsstiftender
Jubiläen (Staatsvertrag, Unabhängigkeitserklärung) und Ereignisse (Borodajkewycz-Affäre)
werden folgende zentrale Fragen untersucht:
In welchen historischen Kontexten wurden Mitte der 1960er Jahre im Wiener Theater
Bezugnahmen auf Nationalsozialismus, Holocaust und Krieg hergestellt bzw. bewusst
ausgeklammert? Welche Personen und Institutionen waren in diese Prozesse involviert bzw.
haben diese zu steuern versucht?
Ziel ist es, Einblicke in die diesbezüglich wenig erforschte theatrale Praxis der 1960er Jahre
zu geben, vergessene zeitkritische Akteur:innen und Texte sichtbar zu machen sowie auf
postnazistische Kontinuitäten, die unsere Gesellschaft bis heute beeinflussen, aufmerksam
zu machen.
www.newacademicpress.at