Projektinformation P26-6285


ARISIERTE PATENTE. Jüdische Erfinder:innen im Nationalsozialismus (Publikation von Andreas Kern im Böhlau Verlag)




Diese Arbeit analysiert den systematischen Entzug von Patent- und Markenrechten verfolgter Erfinderinnen und Erfinder unter dem NS-Regime. Sie legt die Strukturen der „Patent-Arisierungen“ offen und beleuchtet damit ein bislang vernachlässigtes Kapitel der nationalsozialistischen Raubwirtschaft. Ein weiterer Fokus liegt auf der administrativen Eingliederung des Österreichischen Patentamtes in die Reichsverwaltung nach dem „Anschluss“. Methodisch verbindet die Untersuchung die statistische Auswertung von Publikationen des Patentamtes und historischen „Arisierungsakten“ mit der Analyse exemplarischer Einzelfälle. Dieser biographische Ansatz dient dazu, das Schicksal der Betroffenen hinter den bürokratischen Prozessen sichtbar zu machen und der Anonymisierung durch Aktenzahlen entgegenzuwirken.




Projektverantwortliche
Wallner, MA Marisa - BRILL Österreich GmbH. - Böhlau Verlag
Projektzeitraum
2026-01-01 bis 2027-01-31
Kategorie
Publikation
Region
Österreich
Status
Genehmigt