Das Massaker am Peršmanhof und der Prozess Márton Sándor (Überarbeitung der Dauerausstellung)
The Peršmanhof massacre and the trial of Márton Sándor
Das Projekt untersucht das Massaker am Peršmanhof vom 25. April 1945, ein
zentrales NS-Endphasenverbrechen gegen Kärntner Slowen:innen, sowie dessen
unzureichende strafrechtliche Aufarbeitung in Österreich. Ausgangspunkt sind neu
erschlossene Quellen des Historikers Dr. Peter Pirker, insbesondere ein bislang als
verschollen gegoltener ungarischer Gerichtsakt. Dieser belegt die rechtskräftige
Verurteilung des SS-Polizisten Márton Sándor wegen Beteiligung am Massaker. Das
Projekt analysiert erstmals dieses ungarische Nachkriegsverfahren und vergleicht es
mit den österreichischen Ermittlungen. Ziel ist es, falsche öffentliche Annahmen zur
Straflosigkeit der Täter zu korrigieren. Ergänzend werden Archivrecherchen zu
weiteren mutmaßlichen Tätern in mehreren Ländern durchgeführt. Darüber hinaus
wird die mediale Berichterstattung in Österreich, Slowenien und Ungarn ausgewertet.
Ergebnisse bzw. Ziele des Projekts sind eine Überarbeitung der Dauerausstellung im
Museum Peršmanhof unter Einfluss der neuen Forschungsergebnisse, sowie ein
wissenschaftlichen Artikel.
www.persman.at