Projektinformation P25-6231


»ZWISCHEN PSYCHOANALYSE UND SOZIALISMUS - Die Frauenärztin Margarethe Hilferding-Hönigsberg« (Publikation im Mandelbaum Verlag, herausgegeben von Eveline List)


»BETWEEN PSYCHOANALYSIS AND SOCIALISM - Gynecologist Margarethe Hilferding-Hönigsberg« (publication)


Hier wird die Geschichte einer Frau der »Wiener Moderne« erzählt und auch die Geschichte einer Minderheitenkultur in einer Gesellschaft, welche bis weit ins zwanzigste Jahrhundert von vormodernen Institutionen und autoritären Denkweisen geprägt war. Margarethe Hilferding war Jüdin; eine Tatsache, der sie selbst wenig persönliche Wichtigkeit beizumessen schien, deren unentrinnbare Bedeutung sie aber niemals vergessen konnte und um derentwillen sie zuletzt ermordet wurde. Sie war außerdem eine emanzipierte Frau. Jeder der großen Zusammenhänge, in dem der Begriff Emanzipation seit der bürgerlichen Revolution Verwendung fand, hatte in der Geschichte Margarethe Hilferdings zentralen Stellenwert; in der zeitgenössischen Diktion waren das die »Judenfrage«, die »Frauenfrage« und die soziale, eigentlich die »Klassenfrage«. Durch lange Perioden ihres Lebens schien sie sich von ihrem Jüdisch-Sein emanzipiert zu haben, vor allem insofern, als die anderen »Fragen« für sie mehr im Zentrum standen, und möglicherweise auch, weil sie zu denjenigen gehörte, die überzeugt waren, den Antisemitismus mit Bildung und sozialer Emanzipation zum Verschwinden bringen zu können. Die abgründige Destruktivität, die ihn tatsächlich bestimmte, konnte sie – wie die meisten Menschen – lange Zeit nicht ahnen. www.mandelbaum.at




Projektverantwortliche
Smodics Elke - Mandelbaum Verlag eG
Projektzeitraum
2026-02-17 bis 2026-04-30
Kategorie
Publikation
Region
Österreich
Status
genehmigt