Margarete Petrides (1901-1973), eine vergessene Arbeiterdichterin und ihr Fortsetzungsroman „Die Leidtragenden“
Hg. von Ilse und René Korotin (= biografiA. Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschun
Margarete Petrides (1901–1973), a forgotten working-class poet and her serialised novel "The Suffering Ones", published in the newspaper ‚Arbeiter-Zeitung' in 1933, dealt with the burning issues of the time from the perspective of a young seamstress.
Der sozialkritische Fortsetzungsroman „Die Leidtragenden“ erschien vom 24. Jänner bis zum 3. März 1932 in der „Arbeiter-Zeitung“ und behandelte die brennenden Fragen der damaligen Jahrzehnte: die Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges, die unzähligen, schlecht versorgten Kriegsversehrten, die Weltwirtschaftskrise sowie die daraus resultierende Massenarbeitslosigkeit.
Die junge Schneiderin Margarete Petrides hatte all dies – inklusive ihrer mehrmaligen Verhaftung als politische Aktivistin - auch am eigenen Leib erfahren.
In den Jahren 1928 bis 1932 war Margarete Petrides als Vortragende in verschiedenen Wiener Sektionen der Sozialdemokratischen Partei aktiv und schloss sich 1933 der neu gegründeten „Vereinigung sozialistischer Schriftsteller“ an.
Margarete Petrides’ literarische Texte lassen sich dem Genre der „Arbeiterliteratur“ (auch Arbeiterdichtung) unterordnen, setzten sich wesentlich mit den Lebensbedingungen des Proletariats auseinander und beschrieben diese Lebenswelt. Es ist davon auszugehen, dass Margarete Petrides’ Romane stark autobiografische Züge aufweisen.
Mit der Publikation des Fortsetzungsromans „Die Leidtragenden“ soll an das Leben und das Werk der Autorin erinnert werden.
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