Marie Langer: »Während die Welt brennt, kann man nicht dasitzen und seinen Nabel betrachten«. Erinnerungen (Publikation in der Edition Atelier, hg. von Ulrike Schmitzer)
Reprint of Marie Langer’s (1910–1987) memories about her life between politics and psychoanalysis, Europe and South Armerica (edited & preface by Ulrike Schmitzer)
Sie gilt als eine der bekanntesten lateinamerikanischen Psychoanalytikerinnen, in Europa ist sie heute nahezu unbekannt. Ein Glück, dass Marie »Mimi« Langer ihre Erinnerungen an ihr
aufregendes Leben selbst aufgeschrieben hat und wir so eine außergewöhnliche
Frau wiederentdecken können. 1910 in eine wohlhabende und moderne jüdische
Familie geboren, geht sie rasch ihren eigenen Weg: zunächst in die fortschrittliche
Schwarzwaldschule, dann auf die Universität, um Medizin zu studieren. Bereits 1933
tritt sie in die Kommunistische Partei Österreichs ein, 1936 schließt sie sich in
Spanien den Internationalen Brigaden an und emigriert schließlich nach Südamerika,
wo ihr Leben keineswegs ruhiger wird. Fesselnd und anhand zahlreicher Anekdoten
plaudert Marie Langer in ihren »Erinnerungen« über ihre Kindheit und Jugend in
Wien, ihre Familie, ihren Werdegang als Ärztin und Analytikerin, das politische
Engagement nicht nur im Spanischen Bürgerkrieg und ihr Ankommen in
Lateinamerika.
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Projektverantwortliche
Legler Sarah - Edition Atelier (Literaturverlag Poll GmbH)