Philosophieren im Exil. Logischer Empirismus und Kritische Theorie 1933–1945 (Publikation im Schwabe-Verlag)
Philosophizing in Exile. Logical Empiricism and Critical Theory 1933–1945
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Austrofaschismus und
Nationalsozialismus auf die deutschsprachige Philosophie des 20. Jahrhunderts
anhand einer vergleichenden Analyse von Logischem Empirismus (u.a. Wiener
Kreis) und Kritischer Theorie im Exil. Im Mittelpunkt stehen historische
Emigrationsverläufe, sprachpolitische Strategien, theoretische Reaktionen auf den
Faschismus sowie die Wechselwirkung mit dem amerikanischen Pragmatismus. Die Studie zeigt, wie der erzwungene Ortswechsel etablierte akademische Strukturen zerstörte, zugleich jedoch neue institutionelle und intellektuelle Möglichkeiten eröffnete. Unterschiede im Sprachgebrauch und in der Anpassung an kulturelle Kontexte verdeutlichen divergierende Selbstverständnisse der Denkrichtungen. Ziel ist es, Exilphilosophie als eigenständiges Kapitel der Philosophiegeschichte zu profilieren. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Exilforschung, zur Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts und zur Analyse politisch bedingter Wissensverschiebungen und richtet sich an ein akademisches wie außerakademisches Publikum.
https://www.gw.uni-jena.de/69212/beck-max