Projektinformation P25-6096


Die Vorgehensweise der Wiener Kriminalpolizei bei der Verfolgung von Lesben, Schwulen und Transpersonen zur Zeit des Nationalsozialismus (Forschung)


The persecution of Homosexuals and transgenders by the Vienna Criminal Police (Kriminalpolizei) during the Nazi era.


Ziel des Forschungsprojektes ist es, die strukturelle Vorgehensweise und die Arbeitsweise der Kriminalpolizei bei der Verfolgung von Lesben, Schwulen und Transpersonen in Wien anhand dieser Quelle herauszuarbeiten. Darüber hinaus sollen 1) Aussagen über das Ausmaß der Homosexuellenverfolgung in Relation zu anderen Sittlichkeitsdelikten getroffen werden, um auf die Systematik und Dringlichkeit dieser Form Verfolgung für die Kriminalpolizei schließen zu können. Ein wichtiger Anhaltspunkt hierfür sind die durchgeführten und in den Mitteilungsblättern dokumentierten Razzien, die auch als „Streifungen“ oder „Nachschaun“ bezeichnet wurden. 2) Wird die Relation bestimmt, in welcher Mitteilungen über die Verfolgung von Lesben und Schwulen in Bezug auf alle vorhandenen kriminalpolizeilichen Mitteilungen vorliegt, um inspektionsübergreifend die Schwerpunktsetzung der KriPo in der Verfolgung von Lesben, Schwulen und Transpersonen im Nationalsozialismus zu bestimmen. Weitere Delikte, die im Rahmen des Forschungsprojektes untersucht werden sollen, sind „Exhibitionismus“ und „Pornografie“ – diese bieten mögliche Rückschlüsse auf die Verfolgung von Transpersonen. www.qwien.at




Projektverantwortliche
Sulzenbacher Hannes Mag. - QWIEN - Zentrum f. schwul/lesbische Kultur u. Geschichte
Projektzeitraum
2026-01-01 bis 2026-09-30
Kategorie
Forschung
Region
Österreich
Status
genehmigt