Museum und Faschismus. Komplizität und Widerstand (zwei Veranstaltungen im August und November 2025)
Museum and Fascism. Complicity and Resistance. The role of museums under National Socialism, ranging from complicity to resistance, will be discussed at two events and examined in relation to the present.
In zwei Veranstaltungen widmet sich Schnittpunkt der Rolle von Museen im Nationalsozialismus zwischen Komplexität und Widerstand. Die erste Veranstaltung nimmt das mitreißende Buch „Rose Valland und die Liebe zur Kunst“ von Jennifer Lesieur zum Ausgangspunkt, um Handlungsräume in den Blick zu nehmen. Denn die Kunsthistorikerin und Kustodin im Musée du Jeu de Paume hat während der nationalsozialistischen Plünderungen in Frankreich, gestohlene Werke und die Prozesse ihres Diebstahls notiert und memoriert. Dies bildete die Basis für die Rettung von mehr als 60 000 Kunstwerken vor dem Verlust und dem Diebstahl und schaffte wichtige Voraussetzungen für Restitutionen. Bei der Veranstaltung besprechen wir das Buch und diskutieren für den Museumsbereich wichtige Fragen nach Kulturgut in Kriegssituationen und Geschichtspolitiken in Ausstellungen auch im Hinblick auf die Gegenwart. Die zweite Veranstaltung auf Basis von Franz Wanners künstlerisch forschender Praxis beschäftigt sich mit dem kollektiven Unwissen über das Ausmaß, die Dimensionen und die Strukturen der NS-Zwangsarbeit und befragt speziell den Profit von Museen und Institutionen in NS-Nachfolgestaaten und den damit verbundenen Kontinuitäten bis in die Gegenwart.
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