Projektinformation P13-1393


Sonderausstellung 'Lagerstadt Wolfsberg' Flüchtlinge 1914-1917. Gefangene 1939-1945. Internierte 1945-1948


Special exhibition 'Camp town Wolfsberg' Refugees 1914-1917. Prisoners 1939-1945. Internees 1945-1948


Im 20. Jahrhundert beherbergte die Stadt Wolfsberg drei große Lager, die aus unterschiedlichen Gründen das Leben und das Schicksal von zehntausenden Menschen aus fast allen Teilen der Welt prägten. Im ersten Weltkrieg beheimatete Wolfsberg von 1914-1917 ein Lager, in dem tausende Ukrainer, Polen und Juden, die als Kriegsflüchtlinge ihre Heimat in Galizien und in der Bukowina verlassen mussten, untergebracht waren. Im Zweiten Weltkrieg waren tausende alliierte Kriegsgefangene aus Belgien, Frankreich, Italien, Großbritannien, Australien, Neuseeland und den USA sowie der damaligen Sowjetunion und Jugoslawien im Stammlager des STALAG XVII A in Wolfsberg gefangen. Die Kriegsgefangenen wurden zu Arbeitseinsätzen für die Industrie, den Bergbau und bei Bauarbeiten, wie z.B. der Errichtung der Draukraftwerke Schwabegg und Lavamünd eingesetzt. Viele kamen aber auch bei Arbeitseinsätzen in der Landwirtschaft mit der lokalen Bevölkerung in regen Kontakt. Nach 1945 diente das Kriegsgefangenenlager bis 1948 als Interniertenlager für viele Kärntner/Innen und Steirer/Innen, die als Täter/Innen oder Mitläufer/Innen das NS-Regime in Österreich aktiv unterstützt haben. Die einzelnen Vorhaben des Projekts umfassen eine Ausstellung, einen mehrsprachigen Katalog, Schautafeln, Veranstaltungen und die wissenschaftliche Erforschung.




Projektverantwortliche
Ragger Christine Mag. - Museum im Lavanthaus
Projektzeitraum
2012-01-01 bis 2013-12-31
Kategorie
Ausstellung
Region
Österreich
Status
Projekt beendet