Jüdisch-österreichische Geschichte in der Wiener Malzgasse Autor: Haus der Geschichte Österreich Verlag: hdgö Projektcode: P19-3551
Information zum Projekt
Verschüttet. Malzgasse 16 – einzigartige Funde jüdisch-österreichischer Geschichte (Ausstellung November 2019 bis Februar 2020, Begleitpublikation, Veranstaltungen)
Verschüttet (Buried) Malzgasse 16 – unique artefacts of Jewish Austrian history (exhibition, publication)
Ausstellung vom 8.11.2019 bis Februar 2020
Die Ausstellung macht erstmals die einzigartigen Fundstücke der Kellerräume der Malzgasse 16 für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie ist wie ein Scharnier, das die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet:
Die im Schutt gefundenen Gegenstände bzw. Bruchstücke verweisen ob ihrer Materialität auf die unterschiedliche historische Nutzung des Ortes: die Talmud-Thora-Schule, die Synagoge und das Jüdische Museum bis 1938 und das „Siechen-„ bzw. Altersheim der IKG, das von den NationalsozialistInnen eingerichtete „Sammellager“ und das Spital der IKG ab 1939 bis nach Kriegsende. Die Ausstellung endet jedoch nicht mit dem Jahr 1945, sondern erzählt auch von der Wiederbegründung des Schulvereins und der Wiedereinrichtung der Schule. Damit werden jüdische Tradition und jüdisches Leben in Wien und Österreich auch nach 1945 sichtbar – schließlich ist die Malzgasse 16 noch heute ein lebendiger Ort einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde.
Das Auffinden der Räume und der Fundobjekte setzte bei den Verantwortlichen des Schulvereins eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Hauses Malzgasse 16 in Gang und evozierte Fragen nach der Verwendung der Räume, nach dem aktuellen und zukünftigen Umgang mit den gefundenen Objekten, wie generell nach der zukünftigen Nutzung des Ortes.
www.hdgoe.at
Projektverantwortliche
Sommer Monika Dr.in - Österreichische Nationalbibliothek / Haus der Geschichte Österreich