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Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) sucht Guides für Vermittlungsprogramm „Denk mal Wien“

Denkmäler und Gedenkstätten prägen das Bild der Wiener Innenstadt. Denkmäler und Gedenkstätten spiegeln den Umgang mit der Geschichte Österreichs der letzten hundert Jahre und mehr wider.
Um die Geschichte und den Umgang damit anhand und mit diesen Denkmälern und Gedenkstätten Jugendlichen zu vermitteln, bietet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) ab September 2016 Rundgänge zu Denkmälern und Gedenkstätten der Inneren Stadt an.

Um dieses Angebot umsetzen zu können, wurde eine eigene Ausbildung konzipiert. Die Ausbildung startet im Herbst 2015. Das Mauthausen Komitee Österreich sucht bis zu 30 Guides. Die Bewerbung sind ab sofort bis 30. Juni 2015 möglich.

Nähere Informationen sowie das Bewerbungsformular finden Sie unter

www.denkmalwien.at


Buchpräsentation - Besatzungskinder
Besatzungskinder
Die Nachkommen alliierter Soldaten in Österreich und Deutschland
Barbara Stelzl-Marx - Silke Satjukow (Hg.)


Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen in Österreich und Deutschland Hunderttausende Besatzungskinder auf die Welt: als Folge von Liebesbeziehungen, kurzen Affären, „Überlebensprostitution“, aber auch nach Vergewaltigungen. Sie galten als „Kinder des Feindes“, obwohl ihre Väter offiziell keine Feinde mehr waren. Häufig waren sie – gemeinsam mit ihren Müttern – Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt.
Das Buch „Besatzungskinder“ entstand aus einem vom Zukunftsfonds geförderten Forschungsprojekt und wurde am 6. Mai 2015 im Café Griensteidl in Wien präsentiert. Es gibt erstmals einen Überblick über die Situation dieser besonderen Gruppe der Kriegskinder, über ihre Sozialisations- und Lebensbedingungen sowie über die lebenslange Suche nach dem Vater. In autobiografischen Texten kommen Besatzungskinder auch selbst zur Sprache. Damit soll dieses vielfach bis heute tabuisierte Thema der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und eine Lücke in der Zeitgeschichteforschung geschlossen werden. An der Präsentationen der Publikation nahmen neben den Projektdurchführenden des Ludwig- Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, der Universität Magdeburg und der Sigmund Freud Privatuniversität Wien auch einige Besatzungskinder teil, unter anderem Eleonore Dupuis, die Tochter einer Österreicherin und eines sowjetischen Besatzungssoldaten, die ihre Vatersuche in der Publikation „Befreiungskind“ eindringlich beschreibt.

Nähere Informationen unter den Projektnummern P11-09957 (Besatzungskinder)
und http://www.boehlau-verlag.com/978-3-205-79657-2.html
sowie P14-1867 (Befreiungskind)
und http://www.edition-liaunigg.at/content/titel/befreiungskind.php

Download Buchbeschreibung 
70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges und die Wiederbegründung der Republik Österreich
Anlässlich des 70. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges und der Wiederbegründung der Republik Österreich gibt es eine große Anzahl von Gedenkveranstaltungen, die auch vom Zukunftsfonds gefördert wurden, wie zum Beispiel:

„41 Tage. Kriegsende 1945 - Verdichtung der Gewalt“
Eine Ausstellung am Heldenplatz und im Äußeren Burgtor von 16. April bis 3. Juli 2015

Diese zweiteilige Ausstellung zeigt einerseits anhand von 12 ausgewählten Orten, wie das NS-Regime noch in den letzten Kriegstagen versuchte, sein Terrorsystem aufrecht zu erhalten. In den 41 Tagen zwischen dem Einmarsch der Roten Armee am 29. März bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945 kam es zu einer Intensivierung des Gewaltpotenzials der Nationalsozialisten, der noch tausenden Menschen durch Todesmärsche und systematische Hinrichtungen in Österreich zum Opfer fielen.
Der zweite Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit den Bombenangriffen der Alliierten auf Wien, den Straßenkämpfen zwischen deutschen Truppen und Roter Armee und der prekären Lage der Zivilbevölkerung. In 41 Momentaufnahmen kommen historische Persönlichkeiten und ZeitzeugInnen zu Wort, die ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen des Kriegsendes schildern. Darüber hinaus finden als Rahmenprogramm wöchentliche ExpertInnengespräche in der Krypta im Äußeren Burgtor statt.

Nähere Informationen unter der Projektnummer P14-1899
und www.oeaw.ac.at/41Tage

„Erinnerung bewahren. Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reichs aus Polen 1939-1945“; Eine Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen von 21. April bis 22. Mai 2015
Diese Wanderausstellung ist ein Projekt der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“. Die deutsche Fassung wurde in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum „NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide“ erarbeitet und ist – nach mehreren Stationen in Deutschland - erstmals in Österreich zu sehen. Sie beinhaltet die wichtigsten Informationen zur Sklaven –und Zwangsarbeit und zeugt anhand von Verordnungen und Bekanntmachungen der Besatzungsbehörden, u.a. über Massenexekutionen, von der brutalen Besatzungspolitik gegenüber der polnischen Zivilbevölkerung. Darüber hinaus wird bisher unveröffentlichtes Archivmaterial aus privaten Beständen ehemaliger polnischer ZwangsarbeiterInnen und KZ-Häftlinge wie Briefe und Fotografien präsentiert, die den BesucherInnen das Schicksal ganzer Familien näher bringen. Die in Österreich gezeigte Ausstellung dokumentiert auch die Arbeit des ehemaligen Österreichischen Versöhnungsfonds, der Gestezahlungen an die ehemaligen ZwangsarbeiterInnen leistete, sowie die Zusammenarbeit von Polen und Österreich in diesem Bereich.
Nähere Informationen unter der Projektnummer P15-2025
und http://www.fpnp.pl/wystawa/index_wystawa_de.php
Freitag, 8. Mai 2015, 20.00; Gedenkkultur. Neue Generation Konzert der polnischen Gruppe 'Kult' in Wien (Gasometer)

Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Mauthausen-Gusen veranstaltet die Botschaft der Republik Polen ein vom Zukunftsfonds unterstütztes Konzert der polnischen Gruppe KULT in Wien. Das KZ Mauthausen-Gusen hat eine besondere Bedeutung, da die Mehrheit der Gefangenen Polen waren. Es geht darum, das kollektive Gedächtnis dieser Erinnerungsorte und deren Opfer, auch für zukünftige Generationen aufrecht zu erhalten. Unter diesem Aspekt arbeitet die Botschaft neue Varianten und Elemente der jährlichen Gedenkfeierlichkeiten aus. Zielgruppe des Konzertes sind 30- bis 40-jährige, hauptsächlich Polen, die nach der EU-Osterweiterung nach Österreich gekommen sind. Daher hat das Projekt auch eine Integrationsdimension und erklärt den Titel "Gedenkkultur. Neue Generation".

Nähere Informationen finden Sie unter der Projektnummer P14-1911
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