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Eröffnung der Ausstellung „BESA. Ein Ehrenkodex. Muslimische Albaner retten Juden während des Holocaust“ am 16.11.2011

Am Mittwoch, 16.11.2011, wurde die unter dem Ehrenschutz des ständigen Vertreters Albaniens bei den Internationalen Organisationen, Botschafter Spiro Koci, und des Botschafters des Staates Israel, Aviv Shir On, stehende Ausstellung „BESA. Ein Ehrenkodex“ im Theater Nestroyhof, Hamakom, eröffnet.

Die von Yad Vashem kuratierte und vom Zukunftsfonds der Republik Österreich geförderte Ausstellung zeigt 12 Portraits von albanischen Muslimen, die während des Holocaust jüdische Mitmenschen retteten. Ihre Hilfe gründete auf dem ethischen Prinzip „BESA“. BESA bedeutet „ein Versprechen halten“ und Menschen in Not zu schützen ohne Rücksicht darauf, ob man sich selber oder auch seine Familie in Gefahr begibt. Nichtjuden und Juden gleichermaßen zu helfen war für diese muslimischen Albaner eine Frage der Ehre.

Die Ausstellung ist vom 17. November 2011 bis 17. Jänner 2012, Mo.-Fr. 11.00 – 18.00 und am Abend während der Theatervorführungen im Theater Nestroyhof, Hamakom, Nestroyplatz, 1020 Wien, zu sehen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Projektdatenbank Projektnummer P10-0739 bzw. der Website www.millisegal.at/besa
Trauer um Jiri Grusa

Der profilierte tschechische Schriftsteller, mutige Bürgerrechtler und renommierte Diplomat Jiri Grusa ist am 28.Oktober im 73. Lebensjahr verstorben. Grusa war von 2006 bis 2010 auch Mitglied des Kuratoriums des Zukunftsfonds. Grusa war u.a. tschechischer Botschafter in Deutschland und Österreich, Präsident des Internationalen PEN-Clubs und von 2005 bis 2009 Direktor der Diplomatischen Akademie Wien.

Als Kuratoriumsmitglied des Zukunftsfonds war er ob seiner Kompetenz, umfassenden Bildung und intellektuellen Brillanz hochgeschätzt und hat die Tätigkeit des Fonds durch seine engagierten Beiträge bereichert. Der Zukunftsfonds wird dem herausragenden Intellektuellen und feinsinnigen Menschen Jiri Grusa ein dankbares und ehrendes Gedenken bewahren.

10 Jahre Versöhnungsfonds (2001-2005): Tagung in Graz

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Errichtung des Österreichischen Versöhnungsfonds wurde am 20. Oktober 2011 an der Universität Graz die Tagung „Zwangsarbeiter in Österreich 1939-1945 und ihr Nachkriegsschicksal“ eröffnet.

Dr. Wolfgang Schüssel, damals Bundeskanzler und maßgeblicher Initiator bei der Umsetzung der Zahlungen an die Opfer der NS-Zwangsarbeit, berichtete über die nicht immer einfache Entstehung des Versöhnungsfonds, welche aber im Geiste gegenseitigen Vertrauens gelang und zu einer Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik wurde, die weltweit Anerkennung fand.

Der ehemalige Staatssekretär Botschafter Dr. Hans Winkler, der ehemalige Generalsekretär Botschafter Dr. Richard Wotava sowie der ehemalige Direktor des niederösterreichischen Landesarchivs, HR Dr. Anton Eggendorfer gaben neben anderen Beteiligten Einblick in die praktische Arbeit des Versöhnungsfonds. An der Eröffnung der Tagung nahmen auch Generalsekretär Prof. Herwig Hösele und die frühere Kuratoriumsvorsitzende Waltraud Klasnic teil.

Am folgenden Tag referierten Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland, Russland und Ungarn über den aktuellen Stand der Forschungsarbeiten über den Versöhnungsfonds und gaben eine überblickmäßige Strukturanalyse des mittlerweile im Österreichischen Staatsarchiv aufbewahrten Bestandes jener Akten, die direkt im Wiener Büro des Versöhnungsfonds bearbeitet wurden. Dieser Aktenbestand wird seit 2 Jahren unter Leitung des Historikers Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner wissenschaftlich bearbeitet. Für Frühjahr 2012 ist eine Publikation geplant, welche die Ergebnisse der bisher geleisteten Arbeiten vorstellen wird.

Der Österreichische Versöhnungsfonds bestand von 2001 bis 2005 und hat Zahlungen an rund 132.000 ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter geleistet. Mit 31. Dezember 2005 hat er seine Arbeit beendet und wurde geschlossen.

Weiterführende Links zur Konferenz finden Sie hier.

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Erstes Werkstattgespräch
Am Dienstag, 11. Oktober 2011 abends starteten die Werkstattgespräche, die der Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie durchführt. Bei diesem ersten Abend in der Diplomatischen Akademie wurden unter dem Titel „VERFEMT. VERTRIEBEN. VERNICHTET: JÜDISCHE VERFOLGUNGSSCHICKSALE“ drei Forschungsprojekte vorgestellt:
  • “Jüdische Journalistinnen und Journalisten in Österreich 1848-1938“ durch Dr. Theodor VENUS ->Abstract
  • „Die Akten der Klienten/Klientinnen der Kanzlei Dr. Michael Stern 1938-1945“ durch Dr. Peter MALINA ->Abstract und
  • „Österreichs Rolle bei der jüdischen Zuwanderung aus der Sowjetunion“ durch Dr. Hannes LEIDINGER. ->Abstract
Zur Begrüßung und Einleitung sprachen der Direktor der Diplomatischen Akademie, Botschafter Dr. Hans WINKLER und der Kuratoriumsvorsitzende des Zukunftsfonds, Dr. Kurt SCHOLZ. Das nächste Werkstattgespräch findet am 22. November um 18.30 in den Räumlichkeiten der Diplomatischen Akademie, Favoritenstrasse 15a, 1040 Wien statt.

Dir. Bot. Dr. Hans Winkler, Dipl.Ak Dr. Kurt Scholz, ZF

Bildergalerie zum 1. Werkstattgespräch
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