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Eröffnung der Ausstellung „Double Exposure - Stimmen der Flucht. Österr. Emigration nach Großbritannien ab 1938“ am 17.11.2011
Am Donnerstag, 17.11.2011, fand im Literaturhaus Wien die Eröffnung der vom Zukunftsfonds der Republik Österreich geförderten Ausstellung „Double Exposure - Stimmen der Flucht“. Österreichische Emigration nach Großbritannien ab 1938“ statt.

Großbritannien nahm zwischen dem „Anschluss“ und dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs über 30.000 geflüchtete Österreicher, davon 90 Prozent Juden, auf. Die Ausstellung zeigt 25 Portraits von österreichischen jüdischen Flüchtlingen, unter ihnen die Verlegerin Elly Miller, der Musiker Norbert Brainin oder der Fotograf und Kameramann Wolf Suschitzky.

Die Ausstellung ist vom 18. November 2011 bis 13. Jänner 2012, Mo.-Mi. 9.00 – 17.00 und Fr. 9.00 – 15.00 im Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien, zu sehen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Projektdatenbank Projektnummern P09-0457 und P11-0957 bzw. der Website www.literaturhaus.at
Eröffnung der Ausstellung „BESA. Ein Ehrenkodex. Muslimische Albaner retten Juden während des Holocaust“ am 16.11.2011

Am Mittwoch, 16.11.2011, wurde die unter dem Ehrenschutz des ständigen Vertreters Albaniens bei den Internationalen Organisationen, Botschafter Spiro Koci, und des Botschafters des Staates Israel, Aviv Shir On, stehende Ausstellung „BESA. Ein Ehrenkodex“ im Theater Nestroyhof, Hamakom, eröffnet.

Die von Yad Vashem kuratierte und vom Zukunftsfonds der Republik Österreich geförderte Ausstellung zeigt 12 Portraits von albanischen Muslimen, die während des Holocaust jüdische Mitmenschen retteten. Ihre Hilfe gründete auf dem ethischen Prinzip „BESA“. BESA bedeutet „ein Versprechen halten“ und Menschen in Not zu schützen ohne Rücksicht darauf, ob man sich selber oder auch seine Familie in Gefahr begibt. Nichtjuden und Juden gleichermaßen zu helfen war für diese muslimischen Albaner eine Frage der Ehre.

Die Ausstellung ist vom 17. November 2011 bis 17. Jänner 2012, Mo.-Fr. 11.00 – 18.00 und am Abend während der Theatervorführungen im Theater Nestroyhof, Hamakom, Nestroyplatz, 1020 Wien, zu sehen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Projektdatenbank Projektnummer P10-0739 bzw. der Website www.millisegal.at/besa
Trauer um Jiri Grusa

Der profilierte tschechische Schriftsteller, mutige Bürgerrechtler und renommierte Diplomat Jiri Grusa ist am 28.Oktober im 73. Lebensjahr verstorben. Grusa war von 2006 bis 2010 auch Mitglied des Kuratoriums des Zukunftsfonds. Grusa war u.a. tschechischer Botschafter in Deutschland und Österreich, Präsident des Internationalen PEN-Clubs und von 2005 bis 2009 Direktor der Diplomatischen Akademie Wien.

Als Kuratoriumsmitglied des Zukunftsfonds war er ob seiner Kompetenz, umfassenden Bildung und intellektuellen Brillanz hochgeschätzt und hat die Tätigkeit des Fonds durch seine engagierten Beiträge bereichert. Der Zukunftsfonds wird dem herausragenden Intellektuellen und feinsinnigen Menschen Jiri Grusa ein dankbares und ehrendes Gedenken bewahren.

10 Jahre Versöhnungsfonds (2001-2005): Tagung in Graz

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Errichtung des Österreichischen Versöhnungsfonds wurde am 20. Oktober 2011 an der Universität Graz die Tagung „Zwangsarbeiter in Österreich 1939-1945 und ihr Nachkriegsschicksal“ eröffnet.

Dr. Wolfgang Schüssel, damals Bundeskanzler und maßgeblicher Initiator bei der Umsetzung der Zahlungen an die Opfer der NS-Zwangsarbeit, berichtete über die nicht immer einfache Entstehung des Versöhnungsfonds, welche aber im Geiste gegenseitigen Vertrauens gelang und zu einer Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik wurde, die weltweit Anerkennung fand.

Der ehemalige Staatssekretär Botschafter Dr. Hans Winkler, der ehemalige Generalsekretär Botschafter Dr. Richard Wotava sowie der ehemalige Direktor des niederösterreichischen Landesarchivs, HR Dr. Anton Eggendorfer gaben neben anderen Beteiligten Einblick in die praktische Arbeit des Versöhnungsfonds. An der Eröffnung der Tagung nahmen auch Generalsekretär Prof. Herwig Hösele und die frühere Kuratoriumsvorsitzende Waltraud Klasnic teil.

Am folgenden Tag referierten Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland, Russland und Ungarn über den aktuellen Stand der Forschungsarbeiten über den Versöhnungsfonds und gaben eine überblickmäßige Strukturanalyse des mittlerweile im Österreichischen Staatsarchiv aufbewahrten Bestandes jener Akten, die direkt im Wiener Büro des Versöhnungsfonds bearbeitet wurden. Dieser Aktenbestand wird seit 2 Jahren unter Leitung des Historikers Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner wissenschaftlich bearbeitet. Für Frühjahr 2012 ist eine Publikation geplant, welche die Ergebnisse der bisher geleisteten Arbeiten vorstellen wird.

Der Österreichische Versöhnungsfonds bestand von 2001 bis 2005 und hat Zahlungen an rund 132.000 ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter geleistet. Mit 31. Dezember 2005 hat er seine Arbeit beendet und wurde geschlossen.

Weiterführende Links zur Konferenz finden Sie hier.

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