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8. Werkstattgespräch am 07.05.2013

    Am Dienstag, 7. Mai 2013 fand das 8. Werkstattgespräch des Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie statt.

    Vom Reichtum der Vielfalt in der Demokratie

    Mit der „Ortstafellösung“ im Jahr 2011 – wenn auch erst 56 Jahre nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages – und der vor 20 Jahren erfolgten Anerkennung der Roma als eigene Volksgruppe gilt Österreich heute als positives Beispiel in Europa, was den Umgang mit seinen verschiedensprachigen Volksgruppen angeht, die heute unbestreitbar in die Mitte des geistigen und kulturellen Lebens in unserem Land gerückt sind. Wir beleuchten die bewegte Geschichte der beiden Volksgruppen aus deren eigener Perspektive und machen mit Gedenkorten vertraut.


Zur Begrüßung und Einleitung sprachen der Direktor der Diplomatischen Akademie, Botschafter Dr. Hans WINKLER und der Generalsekretär des Zukunftsfonds, Prof. Herwig HÖSELE.

8. Werkstattgespräch 8. Werkstattgespräch Bildergalerie zum 8. Werkstattgespräch
Lebenserinnerungen Moshe Jahoda
Zwangsarbeiter in Österreich

"Hier, dort und andere Welten. Flucht und Suche nach Heimat " lautet der Titel der bewegenden Lebenserinnerungen des Kuratoriumsmitgliedes des Zukunftsfonds, Moshe Jahoda, die am Donnerstag, den 2. Mai 2013 über Einladung von Nationalrats-präsidentin, Frau Mag. Barbara Prammer im Palais Epstein in Wien präsentiert wurde. Der Kuratoriumsvorsitzende des Zukunftsfonds Dr. Kurt Scholz, der Autor und der Verleger Heribert Steinbauer sprachen in eindrucksvollen Worten zum Buch, das in der Edition Steinbauer erschienen und im Buchhandel erhältlich ist.

Moshe H. Jahoda
Geboren 1926 als Sohn einer jüdischen Familie in Wien, flüchtet im Alter von knapp 13 Jahren mit Hilfe der Jugend-Alija vor der Verfolgung der Nazis nach Palästina. Während seine Eltern und seine Schwester in Auschwitz den Tod finden, wächst er im Kibbuz auf, kämpft in der Hagana für die Unabhängigkeit von Israel und wird Major in der israelischen Armee. Seit 1953 in verschiedenen Ministerien tätig, u.a. als Botschaftsrat in Südamerika sowie als Leiter jüdischer Hilfsorganisationen. 2001 als Vertreter der Claims Conference federführend an den Verhandlungen für das Entschädigungsabkommen mit der Republik Österreich beteiligt. Moshe Jahoda ist seit 2006 Kuratoriumsmitglied des Zukunftsfonds und auch kooptiertes Mitglied des Allgemeinen Entschädigungsfonds und des Nationalfonds der Republik Österreich.

Moshe Jahoda ist heute einer der wichtigsten Brückenbauer zwischen Israel und Österreich. Projekt Nr. P12-1191
ISBN 978-3-902494-63-4

Pressegespräch „Zwangsarbeiter in Österreich 1939-1945 und ihr Nachkriegsschicksal“
Zwangsarbeiter in Österreich

Im renommierten Presseclub Concordia präsentierten am 21. März 2013 Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner und Mag. Dieter Bacher die von einem Autorenteam unter Federführung des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung erstellte Monographie Zwangsarbeiter in Österreich 1939-1945 und ihr Nachkriegsschicksal. Auf Basis der Akten des Österreichischen Versöhnungsfonds liefert das Werk eine in dieser Fülle und Präzision noch nie erstellte Analyse zu bislang von der Forschung wenig bearbeiteten Fragen, wie etwa das Zusammenleben einzelner Zwangsarbeitergruppen, Migrationsbewegungen nach dem Krieg nach Großbritannien oder eine Milieustudie zu den Lebens- und Arbeits-bedingungen der rund 7.500 französischen Zwangsarbeiter, deren Lebensgeschichten in den Versöhnungsfondsakten dokumentiert sind.

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"Standard"-Interview mit Moshe Jahoda

In der Tageszeitung "der Standard" erschien am 16.03.2013 folgendes Interview mit Dir. Moshe Jahoda, Mitglied des Kuratoriums des Zukunftsfonds:

Moshe Jahoda erlebte den "Anschluss" als jüdisches Kind im 15. Bezirk. Die Begeisterung der Österreicher für Hitler werde er nie verstehen, aber ihn beeindrucke die junge Generation, sagte er im "Standard"-Interview.

Moshe Jahoda

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