ARCHIV Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26
Pressegespräch „Zwangsarbeiter in Österreich 1939-1945 und ihr Nachkriegsschicksal“
Zwangsarbeiter in Österreich

Im renommierten Presseclub Concordia präsentierten am 21. März 2013 Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner und Mag. Dieter Bacher die von einem Autorenteam unter Federführung des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung erstellte Monographie Zwangsarbeiter in Österreich 1939-1945 und ihr Nachkriegsschicksal. Auf Basis der Akten des Österreichischen Versöhnungsfonds liefert das Werk eine in dieser Fülle und Präzision noch nie erstellte Analyse zu bislang von der Forschung wenig bearbeiteten Fragen, wie etwa das Zusammenleben einzelner Zwangsarbeitergruppen, Migrationsbewegungen nach dem Krieg nach Großbritannien oder eine Milieustudie zu den Lebens- und Arbeits-bedingungen der rund 7.500 französischen Zwangsarbeiter, deren Lebensgeschichten in den Versöhnungsfondsakten dokumentiert sind.

Download Inhaltsverzeichnis  

Download Autorenverzeichnis  


"Standard"-Interview mit Moshe Jahoda

In der Tageszeitung "der Standard" erschien am 16.03.2013 folgendes Interview mit Dir. Moshe Jahoda, Mitglied des Kuratoriums des Zukunftsfonds:

Moshe Jahoda erlebte den "Anschluss" als jüdisches Kind im 15. Bezirk. Die Begeisterung der Österreicher für Hitler werde er nie verstehen, aber ihn beeindrucke die junge Generation, sagte er im "Standard"-Interview.

Moshe Jahoda

Download "Standard"-Interview  


7. Werkstattgespräch am 12.03.2013

    Am Dienstag, 12. März 2013 fand das bereits 7. Werkstattgespräch des Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie statt.

    DIE FINSTERNIS KAM NICHT VON UNGEFÄHR

    Am 13. März 1938 – also vor 75 Jahren - endete die Selbstständigkeit der Republik Österreich als unabhängiger Staat. Der „Anschluss“ wurde vollzogen. Dass dieser Einschnitt in der Geschichte des Landes nicht vom Himmel fiel, sondern auch durch aktives Betreiben vieler Österreicherinnen und Österreicher von langer Hand geplant und umgesetzt wurde, ist eine beklemmende Wahrheit der Geschichte, die uns Nachgeborene zu permanenter Wachsamkeit und Sensibilität mahnt. Drei Historiker berichten über die Arbeitsweise der „Österreichischen Legion“ und die geplante Stadt- und Regionalpolitik der Nazis für den Wirtschaftsstandort Wien, die maßgeblich auf Basis der brutalen „Arisierungen“ vorangetrieben wurde.


Zur Begrüßung und Einleitung sprachen der Direktor der Diplomatischen Akademie, Botschafter Dr. Hans WINKLER und der Generalsekretär des Zukunftsfonds, Prof. Herwig HÖSELE.

Das nächste Werkstattgespräch findet am Mittwoch, 7. Mai 2013, um 18.30 in den Räumlichkeiten der Diplomatischen Akademie, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien statt.

Univ.-Prof. Dr. Siegfried Mattl Univ.-Doz. Dr. Hans Safrian Bildergalerie zum 7. Werkstattgespräch
Bundeskanzler Faymann ehrt Kurt Scholz

Bundeskanzler Werner Faymann überreichte am Dienstag, 12. März 2013, dem Vorsitzenden des Kuratoriums des Zukunftsfonds, Dr. Kurt Scholz, eine der höchsten Auszeichnungen der Republik, das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

In der Originaltextaussendung des Bundeskanzleramtes heißt es:

Bundeskanzler Faymann ehrt Kurt Scholz Utl.: Verleihung des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik: "Chancengleichheit steht im Zentrum seines Schaffens" - Wien (OTS)

Scholz, Faymann

Kurt Scholz hat viel für dieses Land getan und hat sich mit Beharrlichkeit und Engagement über die Parteigrenzen hinweg einen Namen gemacht. Er hat sich vor allem der Bildungspolitik, dem Kampf gegen Faschismus und dem Eintreten für Freiheit und Demokratie gewidmet", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Dienstag, bei der Verleihung des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich an Kurt Scholz im Bundeskanzleramt.

Faymann betonte in seiner Laudatio, welch bedeutungsvoller Mitarbeiter Kurt Scholz im Team von Altbürgermeister Helmut Zilk war: "Er war Ratgeber, Ezzesgeber und der geistige Sparringpartner. Zilk selbst nannte ihn einst 'mein zweites Ich, mein besseres Ich'. Doch hat Scholz nicht nur vieles für die Stadt Wien erreicht, sondern für ganz Österreich, vor allem im Bereich der Bildung." Die gerechte Chancenverteilung bei Kindern, gerade am Beginn ihres Bildungsweges, sei ihm immer ein wichtiges Anliegen gewesen. "Es ist egal, wo Kinder aufwachsen oder welcher Herkunft sie sind, sie alle sollen dieselben Chancen haben. Scholz erkannte früh die Nachteile sozialer Selektion im Bildungsbereich und stellte stets Chancengleichheit ins Zentrum seines Schaffens", so der Kanzler. Förderung junger Menschen müsse möglichst breit gefächert sein und dürfe niemanden ausschließen. "Kurt Scholz hat stets Haltung bezogen und sich für seine Überzeugungen stark gemacht. Dennoch konnte er auch mit Widerstand umgehen und suchte die Diskussion, jedoch immer respektvoll und in Auseinandersetzung der Sache."

Scholz' beharrlicher Einsatz im Bereich der Bildung gelte gleichermaßen im Bereich der Restitution. "Kurt Scholz hat eine zentrale Rolle für diesen wichtigen Teil der österreichischen Geschichte gespielt", so Faymann. Bei der gestrigen Gedenkfeier zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Politjustiz am Wiener Zentralfriedhof, bei der Scholz als einer der Organisatoren fungierte, zeigte sich das Wesen des Preisträgers eindrucksvoll: "Wegen seiner unnachahmlichen Art - mit Herz, Präzision und Engagement Aufgaben anzupacken - spürt man bei ihm, dass es nicht einfach nur ein Beruf ist, den er abwickelt, sondern dass er bei allem, was er tut, seine Überzeugung lebt", so der Kanzler abschließend


©2014 Zukunftsfonds der Republik Österreich
info@zukunftsfonds-austria.at
(+43) 1 5136016–0
http://www.zukunftsfonds-austria.at
Bürozeiten: Mo bis Fr 9.00-17.30