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12. Werkstattgespräch am 13.05.2014 in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie - Rückblick

Das 12. Werkstattgespräch widmete sich zwei wesentlichen Aspekten der österreichischen Fotografiegeschichte. Auf der einen Seite der wichtigen Rolle von jüdischen Fotografinnen in der Zeit vom Fin de Siècle bis zum Ende der Ersten Republik: Die Fotografie als junge, noch wenig etablierte Disziplin bot vor allem Frauen aus liberalen jüdischen Elternhäusern die Möglichkeit, beruflich und künstlerisch zu reüssieren. Auf der anderen Seite wird mit Erich Lessing, Mitglied der legendären Foto-Agentur Magnum, einer der bedeutendsten Reportage-Fotografen der Nachkriegszeit in einem Dokumentarfilm portraitiert. Ausschnitte aus diesem Film werden gezeigt.

Projektpräsentationen

  • Mag. Andrea Winklbauer, Dr. Iris Meder - Jüdische Fotografinnen im Wien der Ersten Republik. Vienna’s Shooting Girls ->Abstract P10-0653
  • Ralph Wieser, Rainer Frimmel (Mischief Films) - Der Fotograf vor der Kamera, Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm über Erich Lessing ->Abstract P11-0970

12. Werkstattgespräch 12. Werkstattgespräch

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Studie „NS-Geschichtsbewusstsein und autoritäre Einstellungen in Österreich“
Am 07.05.2014 wurde die Studie "NS-Geschichtsbewusstsein und autoritäre Einstellungen in Österreich" präsentiert

Im Presseclub Concordia wurde heute die vom Zukunftsfonds geförderte repräsentative Meinungsumfrage „NS-Geschichtsbewusstsein und autoritäre Einstellungen in Österreich“ präsentiert. Die Studie wurde von Oliver Rathkolb (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien) initiiert und von SORA durchgeführt.

Die Presseunterlagen sowie eine Kurzfassung des Pressetextes sind hier abrufbar:

Download Presseunterlagen 
Download Pressetext 

Siehe auch Projektnummer P13-1553


11. Werkstattgespräch am 08.04.2014 in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie - Rückblick

Das 11. Werkstattgespräch widmete sich Wolfgang Neugebauers Monographie über den österreichischen Widerstand in den Jahren 1938 bis 1945, die in Kürze in englischer Übersetzung erscheinen wird (Edition Steinbauer). Wir gingen an diesem Abend aber auch der Frage nach, warum Englisch die lingua franca der modernen Wissenschaft ist und welche Auswirkungen dies auf die Wahrnehmung Österreichs von außen hat.

Vortragende

  • Univ.-Prof. Dr. Mitchell ASH, "Englisch als lingua franca der Wissenschaft" ->Abstract
  • Botschafter Dr. Martin EICHTINGER (BMeiA) "Die Bedeutung der Präsentation österreichischer Kunst und Kultur im Ausland und deren Auswirkungen auf das Image Österreichs"
  • Hon.-Prof. Dr. Wolfgang NEUGEBAUER, Historiker und langjähriger Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, präsentiert die englischen Ausgabe des Buches Der österreichische Widerstand 1938-1945 das Standardwerk zu diesem Thema; ->Abstract P13-1369

Download Abstract zu Übersetzungsprojekte und englischsprachige Projekt des Zukunftsfonds

11. Werkstattgespräch 11. Werkstattgespräch

Bildergalerie zum 11. Werkstattgespräch


Ausstellungseröffnung EXLIBRIS
Spuren des Wissens und der Erinnerung in den Büchern der Historikerin und Shoah-Überlebenden Prof. Dr. Gertrude Schneider

in Anwesenheit von Prof. Dr. Gertrude Schneider, USA

Donnerstag 27. März 2014, 18:00 Uhr (Die Ausstellung läuft bis 12. September 2014)

Campus Universität Wien, 1090 Wien, Spitalg. 2-4, Hof 1.12, Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte

Näheres zur Ausstellung finden Sie unter der Projektnummer P14-1631 bzw. im Einladungsfolder

"Meine Bücher sollen weiter sprechen, wenn die letzten Zeugen schweigen"

Mit diesem Gedanken nahm die Shoah-Überlebende und Historikerin Prof. Dr. Gertrude Schneider 65 Jahre nach ihrer Befreiung Abschied von ihren Büchern. Das breite Themenspektrum ihrer Bücher bietet einen ungewöhnlichen Zugang zu einem Schicksal im "Dritten Reich", individueller Auseinandersetzung und Fragen der Erinnerungskultur.

Die Shoah-Überlebende und Historikerin Prof. Dr. Gertrude Schneider lebt seit 1947 in den USA. 65 Jahre nach ihrer Befreiung nahm sie Abschied von ihren Büchern. Es war ihr Wunsch, die Bücher in die Hände der Wolfgang Suwelack-Stiftung in Billerbeck/Deutschland zu geben, weil sie sich aufgrund des langjährigen und herzlichen Kontakts sicher ist, dass die Stiftung die Bücher in ihrem Sinne nutzt.

Ihre Bücher werden verstanden als Bestandteil ihrer Erinnerung und Identität. Das breite Themenspektrum bietet einen ungewöhnlichen Zugang zu einem Schicksal im "Dritten Reich", individueller Auseinandersetzung und Fragen der Erinnerungskultur.

Aufgrund des wachsenden zeitlichen Abstands wird es nicht mehr lange dauern, bis keiner mehr da ist, der aus eigener Erfahrung über die Zeit des Nationalsozialismus berichten kann. Es drängt sich die Frage auf, warum und wie weiterhin der NS-Zeit gedacht werden soll. Diese Tatsache und der Wunsch von Gertrude Schneider führten dazu, mit Hilfe der Bücher ihrer Biographie und Erinnerungsarbeit nachzuspüren und einen Bogen zu aktuellen Diskussionen über Erinnerungskultur zu schlagen. Ihre Bücher sind zudem Ausgangspunkt für zwei Interviews, die mit Gertrude Schneider geführt wurden. Zusammen mit den Büchern und einigen Dokumenten bilden sie die Grundlage dieser Ausstellung.
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